Donnerstag, 19.06.2008, 14:11
Finnley ist 1 Jahr, 7 Monate alt
3 Jahre, 3 Monate bis zu Jaspers Geburt
Gestern in lang
Eigentlich wollten Finnley und ich gestern nachmittag nur kurz ein bestelltes Rollo für sein Zimmer abholen. Das wollte ich noch anbringen, bevor ich und Yvonne zum Elternabend des Kindergartens gehen wollten. Schließlich wollten wir wissen, was auf uns und Finnley so zukommt. Unsere nette Nachbarin Sonja hatte sich als Babysitter angeboten. Perfekt.
Auf dem Weg zum Raumausstatter habe ich dann wohl irgendwie gepennt. Zumindest habe ich nicht bemerkt, dass die Autos vor mir stehen, weil jemand links in eine Einfahrt abbiegen wollte. Als ich das endlich wahrgenommen hatte, reichte auch keine Vollbremsung mehr. Bums. Aufgefahren. Scheiße. Und das nach 22 Jahren unfallfreien Fahrens und sonst immer sehr vorausschauender Fahrweise.
Kurzer Blick nach hinten: Finnley grinst mich an. Also wahrscheinlich alles ok. Schnell zum Vordermann gerannt und nach dem Befinden erkundigt, anscheinend auch alles ok. Wir sind dann erstmal auf die nahegelegene Tankstelle gefahren, um die Straße freizumachen und den Papierkrams zu erledigen. Die Frau im angefahrenen Wagen war sehr nett und gefasst, ihr schon etwas älterer Sohn hatte in seinem Kindersitz wohl auch nichts abbekommen. Auch bei den Autos hatten wir wohl Glück im Unglück: wie es aussieht, hat ihre Anhängerkupplung wohl die gesamte Wucht aufgefangen und ist verbogen, an unserem Auto ist nun ein Loch in der Kunststoffblende der Stoßstange.
Nachdem wir das Rollo noch abgeholt hatten, fuhren wir erstmal nach Hause, ich musste erstmal ein nahegelegenes Kinderkrankenhaus finden um Finnley durchchecken zu lassen, während er fröhlich Müsliriegel verdrücken durfte. Also machten wir uns auf den Weg zur Asklepios-Kinderklinik (den meisten Hamburgern eher bekannt als Heidberg-Krankenhaus). Leider war die Notaufnahme sehr voll und wir mussten trotz zweier Notärztinnen geschlagene dreieinhalb Stunden (von 18:30 bis 22 Uhr) warten. Da bekam ich mal zu sehen, was andere Eltern so durchmachen: zwei wegen Gehirnerschütterung kotzende Kinder (eins wurde vom Fahrrad angefahren, das andere ist beim Ballspielen mit dem Kopf gegen eine Wand geknallt, eine gebrochene Nase vom Spielplatz, ein halluzinierendes Kind nach ärztlich verordneter Einnahme von Bella Donna und so weiter. Da möchte ich nicht tauschen…
Finnley hat die ganze Wartezeit ganz toll mitgemacht, wir sind die Gänge bis zur Entbindungsstation auf und ab gelaufen, er hat (wie immer) alle angelächelt, mit Plastikbechern gespielt und die Motorikschleifen drangsaliert. (Der kleine Weinanfall, als ihn eine der Automatiktüren erwischt hat, zählt nicht.)
Erst als wir endlich in den Behandlungsraum kamen, ging verständlicherweise das Theater los. Das die Ärztin trotz Stress sehr nett und freundlich war, spielte für Finnley keine Rolle. Ärzte sind einfach doof. Immer fummeln die an einem rum. Außerdem war er müde und hungrig.
Wie schon vermutet, ist bei Finnley alles ok. Wir haben dann noch (eine dringend nötige) frische Windel abgestaubt und konnten endlich wieder nach Hause. Den Elternabend hat Yvonne allein bestritten und kam auch erst kurz vor uns zurück. Noch schnell ein Abendessen zu dritt um 23 Uhr und dann ab ins Bett mit dem tapferen Racker. So schnell hat er vorher noch nie geschlafen… ![]()









Oh, ich hab das gerade erst gelesen, freu mich, daß es Euch gut geht!
puhhh, gut das alles gut gegangen ist und euch nichts passiert ist!!!!
ich bin auch froh, dass nix schlimmeres passiert ist. da hat der schutzengel gut aufgepasst.