Mittwoch, 03.09.2008, 21:39
Finnley ist 1 Jahr, 10 Monate alt
3 Jahre, 2 Wochen bis zu Jaspers Geburt
Boltenhasen
Nach einer anstrengenden Woche, die bei mir geprägt war durch wenig Schlaf, ein Firmensommerfest am Donnerstagabend, wenig Schlaf, Spontangrillen am Freitagabend bei Maite der Mutter der vermeintlichen Mini-Tal.iban und wenig Schlaf, startete unser kleiner Urlaub an die Ostsee mit einem Wespenstich in Finnleys Finger. Michaels Woche war übrigens geprägt von einem zum Rabauken mutierten Kleinkind namens Finnley. Samstag Mittag hatten wir jedenfalls endlich das Auto gepackt, waren endlich endlich abfahrbereit und dann kommt so ein Wespenmistvieh und haut seinen Stachel in Finnleys Finger *buaaaaaaaaaaaaaah*! Der Finger schwoll etwas an, die Tränchen kullerten, waren aber recht schnell wieder trocken und los ging's, endlich.
Irgendwann sind wir dann tatsächlich in Boltenhagen angekommen. Juchuh! Wir stärkten uns erst einmal mit Fischbrötchen und besorgten uns einen Kinderfahrradsitz. Die notwendigen Fahrräder gehörten bereits zu unserer Ferienwohnung. So machten wir uns gegen Abend mit dem Rad auf zum Kurpark, denn hier gab es ein Konzert von Soul Factory. Bewaffnet mit einer Eistüte rockten wir so durch den Kurpark. Nach dem obligatorischen Strandkurzbesuch speisten wir drei auf dem Rückweg ausgiebig hier also nicht auf der grauenvollen Website, sondern in dem Restaurant. Finnley verputzte das gesamte Kindermenü (Fischstäbchen und Pommes) inklusive Dekosalat. Die Meeresluft halt...
Es hätte alles so schön entspannt weiter gehen können, aber es folgte die erste Nacht des Grauens... Finnley schlief erst um 22:30 Uhr ein und wachte einfach eine Stunde später wieder auf, schreiend! Die ganze Nacht war geprägt von Schreianfällen des kleinen Kaisers. Während sich Michael mit Finnley die Nacht auf der Klappcouch im Wohnzimmer um die Ohren schlug, versuchte ich im Schlafzimmer irgendwie in den Schlaf zu finden.
Der Sonntag startete dann auch erst um phänomenale halb elf! Der Strand war Finnley so gar nicht geheuer. Das rollende Wasser, der komische Sand, alles war ihm suspekt. ICH spielte mehr mit seinem Sandspielzeug als er, aber was soll's.
Der Mittagsschlaf fiel ersatzlos aus, schließlich waren wir ja gerade erst aufgestanden. Dafür fuhren wir mit dem Rad zum Gutshaus Redewisch und aßen dort zu mittag. Es ist ein wunderbares Anwesen mit einem schönen Garten. Finnley war etwas ungehalten ob des fehlenden Mittagsschlafes und kloppte ganz nebenbei eine Schüssel kaputt. Wir verzichteten auf den Nachtisch und radelten zurück zur Ferienwohnung. Diesmal schlief Finnley schon um acht. Wir haben seit langem das erste Mal wieder einen ganzen Film ohne Unterbrechung gucken können. Unglaublich!
Ja und da war sie auch schon: Die 2. Nacht des Grauens. Um 2 Uhr wachte Finnley wieder auf und war hellwach. MittagsMitternachtsschlaf beendet sozusagen. Nach über einer Stunde verfrachteten wir ihn leicht entnervt mit einer Türe Kekse ins Kinderbett und wünschten ihm noch eine schöne Nacht. Nach eineinhalb weiteren Stunden schlief er dann auch mal wieder ein. Trotzdem stand er um halb neun schon wieder fröhlich im Bett und läutete den Tag ein.
Mittags packten wir unsere sieben Sachen, während es draussen gewitterte. Das war's mit dem schönen Wetter. Bevor wir aber wieder Richtung Heimat aufbrechen wollten, hatten wir noch Wismar auf dem Zettel.
Trotz Regen setzten wir uns draussen unter einen Schirm auf dem genau 100 mal 100 Meter großen Rathausplatz und genossen Herbstfeeling bei Tee und Apfelstrudel. Wir spazierten noch ein wenig durch die schöne Altstadt, besuchten das Karstadt-Stammhaus und kauften leckere Fischbrötchen am Hafen. Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck fuhren wir nach Hause.
Mit der Bitte um Beachtung der kreativen Überschrift winke ich jetzt mal kaiserlich nach Bonn ![]()




















mensch ist der "kleine" jetzt groß!!! und euch sieht man den schlafmangel garnicht an. schöne bilder!
Ich LIEBE das Meer! Vielen Dank für die Bilder mit Meer, es war mir ein Vergnügen, sie anzusehen
Finnley schaut im Reisebett schlummernd so unschuldig aus, man glaubt ja gar nicht, wie einen diese Racker um den wohlverdienten Schlaf bringen können...
Fantastische Fotos - da hat sich die Restaurierungsarbeit des Posts für uns richtig gelohnt!!!
Vielen Dank für diesen schönen Beitrag - das erinnert mich so ein bisschen an das Lied von den Fanta4 "Tag am Meer"
Nach der ersten Nacht in Boltenhagen blitzten plötzlich zwei kleine weiße Punkt in Finnleys Oberkiefer: Die oberen Eckzähne hatten sich endlich raus getraut. Jetzt warten wir nur noch auf die zweite Garnitur Backenzähne und dann hat es sich bis zur Zahnfe