Dienstag, 23.09.2008, 08:16
Finnley ist 1 Jahr, 10 Monate alt
2 Jahre, 11 Monate bis zu Jaspers Geburt
Liebe Rosa!
Wir machen hier alles falsch, was es falsch zu machen gibt. Teilweise machen wir das auch ganz bewusst, weil es für uns der einzig gangbare Weg ist. Uns fehlt die Kraft um konsequent zu sein. Umso fataler, dass Finnley sich jetzt gerade in einer Hochphase des Trotzens befindet. Was bei uns das Schlafen, das bei Euch das Essen? Hört sich ganz danach an. Essen ist bei uns auch so ein Thema.
Der Schlüssel ist, jetzt wirklich Grenzen zu setzen. Klar machen, was geht und was nicht. Durch meinen Schichtdienst fehlt uns die Möglichkeit der Kontinuität. Es fällt uns sehr schwer Rituale einzuführen, da ich dann manchmal da bin und manchmal nicht. Und plötzlich ist dann schon so spät (im Spätdienst) oder ich bin zum Umfallen müde (im Frühdienst) und so weiter und so fort.
Aber wir werden das jetzt angehen. Denn ich habe keine Lust noch mit 80 auf der Wii fit rumzuhampeln (funktioniert ausserdem auch gar nicht mehr so gut), damit mein Kind einschläft. Wird Zeit, dass Finnley das alleine schafft. Und dafür müssen wir ihm auch tagsüber das Gefühl von Sicherheit geben, indem wir klarer und konsequenter handeln. Schließlich wissen wir, dass sich Kinder wohler fühlen, wenn sie sich in Sicherheit wähnen und dazu gehören sinnvolle Regeln und konsequentes Verhalten und keine Dunstabzugshauben, nächtliche Autofahren, Butterkeks-Orgien oder Eltern, die sich mit der Wii zum Deppen machen.
Jetzt müssen wir uns nur noch einen großen Sack Kraft besorgen und schon kann's losgehen! Ihr schafft das auch. Und auch wenn Brüllen nichts bringt, muss man das auch mal rauslassen. Hey, auch Mütter/Väter sind manchmal Menschen!









Liebe Yvonne, ich drück Dich mal feste
Ich habe heute einen Europapassagen-Bastelgeschäft-Entzug bemerkt
Ohne Rosa zu sein, gratuliere ich: Ihr habt den Punkt erreicht, an dem bestimmt alles besser wird. Denn bei uns war es exakt so, dass sich immer nur dann alles auf einmal ganz prima einstellen ließ, wenn bei uns der innere Leidensdruck hoch genug war. Solange du nämlich denkst "Ach, wenn es nicht klappt, kann ich ja auf die Wii gehen", merkt dein Kind das. Also: Mut zur Entschlossenheit und viel Erfolg! (Aber bitte nicht mit "Jedes Kind kann schlafen lernen, ok?)
Ihr Kaisers. Auch als Nicht-Rosa möchte ich gerne gratulieren. Da scheint gerade der entscheidende Schalter im Kopf umgelegt worden zu sein.
Ich sende Euch ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen!
In ein paar Monaten werdet Ihr diesen Eintrag lächelnd lesen und sagen "Das hat doch gut geklappt" :o)! Seid stark, macht den Anfang...es wird schneller besser werden, als Ihr denkt! Vor uns standen auch immer wieder böse Hürden und ich bin vor allem nicht die Geduld in Person...aber genau dies hat unser Kind erkennen müssen: Eltern sind nur Menschen, keine Vollzeit-Bespaßer, Eltern würden im akuten Fall ihr Leben für das ihres Kindes opfern...aber nicht ständig.
Da bei uns der Papa sehr unregelmäßig da ist und ich zudem 30h/Woche arbeite, mussten Rituale schon immer personen-unabhängig laufen - und heutzutage haben Sohn und ich relativ/vergleichsweise wenig Probleme, da ich recht konsequent bleibe. Papa hingegen macht viele Ausnahmen, ist deshalb derzeit der Held...kämpft aber arg mit bockigem Verhalten, wenn ich mal nicht da bin ;o).
Ein virtuelles Drücken von mir uns viel Kraft!
Ich schnüre euch ein kleines Bündelchen Kraft zusammen und schicke es auf den Weg zu euch. Alles Gute.
Ja es ist anstrengend, ja man hat nicht immer Lust, ja man ist müde und genervt und so weiter. Aber es lohnt sich, wirklich. Viel Glück
Toi! Toi! Toi! Ihr Lieben!!!
Bei uns war es zwar nicht das Schlafen, aber wir haben es in anderen Dingen versäumt konsequenter zu sein. Fatal!
Ich drück Euch fest die Daumen, diesmal klappt´s.
Ihr müsst es nur durchziehen!!!