Mittwoch, 18.02.2009, 23:37
Finnley ist 2 Jahre, 3 Monate alt
2 Jahre, 7 Monate bis zu Jaspers Geburt
Schwedentrubel
I.K.E.A. kann ja ein netter Zeitvertreib sein: alleine oder auch zu zweit, dann sogar mit Kind. Nicht so spaßig ist es allerdings allein mit Kind. Obwohl alles ganz harmlos begann.
Der am Eingang mitgenommene und von Finnley begeistert besetzte Bollerwagen wurde schon beim ersten Halt uninteressant: in der Spielzeugabteilung. Verständlich. Genauso verständlich wie meine nach 15 Minuten einsetzende Ungeduld: komm, wir wollen weiter. Auf Ansprache reagierte das Kind aber nicht mehr, während es Mula immer wieder um einen Verkaufstresen herumzog. Was gleich kommen würde, konnte ich an den anderen Kindern sehen, die von ihren Eltern aus dem Spielbereich gezerrt wurden: es würde laut werden. Und es wurde laut.
Beim weiteren Weg durch das Schwedenhaus war Finnley ein echter Kumpel. Er zog mit mir den Bollerwagen, erntete dafür viele bewundernde Blicke und war stolz wie Bolle. Was für ein braves Kind. Bis zum Sofa in der Gardinenabteilung. Hier war wieder eine Pause angesagt, denn er musste dieses Sofa unbedingt in allen Positionen ausprobieren, rauf- und runterklettern, sich setzen und legen.
Irgendwann wurde es mir zu öde und ich habe mir Finnley unter den Arm geklemmt (ich musste ja nebenbei noch diesen verdammten, unhandlichen, schweren, viel zu breiten Bollerwagen durch die Gegend karren) und wir sind weitergezogen. Seine Kräfte reichten allerdings aus, um sich loszureißen und brüllend in Richtung Sofa zurück zu robben wie ein Verdurstender in der Wüste. Warum robbt das Kind? Es kann doch längst laufen! Wahrscheinlich wegen des dramatischen Effekts.
Ich konnte mir bei dieser obskuren Szene das Grinsen nicht verkneifen und erntete dafür mitleidig-anerkennende Blicke der anderen Kunden.
Das nächste elternunfreundlich platzierte Möbelstück war ein Bett, das Finnley natürlich sofort in Beschlag nehmen musste. Schwankend zwischen „Nicht mit Schuhen ins Bett!“ und „Mach doch was du willst!“ entschied ich mich doch für letzteres. Wenn ich ihm seine Schuhe ausgezogen hätte, wären wir gar nicht mehr weitergekommen. Und das war ja schon so schwierig (und laut) genug.

Beim Zurückbringen des Bollerwagens kam mir dann noch Horton in die Quere. Der hörte gerade mal wieder ein Hu! und zog Finnley damit in seinen Bann. Das war dann aber auch die letzte Hürde.
Im Auto knabberte Finnley an seinem Hot Dog (ohne alles), zumindest für fünf Minuten. Denn dann fiel er in einen tiefen, erschöpften Schlaf.
Zuhause angekommen, wollte er nicht aus dem Auto raus, er wollte weiterschlafen. Als ich ihn unter Protest ins Haus bugsiert und seiner Jacke entledigt hatte, kletterte Finnley mit letzter Kraft auf unser Sofa und schlief wieder ein.
Zum Dank (und zum Ausgleich) war das abendliche Einschlafen ziemlich nervig und endete erst um 22 Uhr.











Drama, Baby, Drama!
Bald ist er alt genug, um ihn im Smaland, dem Kinderparadies, abzugeben
Oh vielen Dank, dass ich durch euch auch mal wieder in IK.EA weilen durfte... ich komme sooo selten dorthin