Mittwoch, 15.04.2009, 20:05
Finnley ist 2 Jahre, 5 Monate alt
2 Jahre, 5 Monate bis zu Jaspers Geburt
Servicewüste
Als wir vor fast vier Jahren in unser Haus gezogen sind, gab es hier kein Internet: die Telekom war nicht in der Lage, die bei uns verlegten Glasfaserkabel für DSL nutzbar zu machen. Erst ein Jahr später waren wir wieder online: Bei Kabel Deutschland konnten wir Internet über den Kabelanschluss bekommen. Bei einigen unserer Nachbarn läuft sogar das Telefon über Kabel Deutschland.
Die Verbindung fällt ab und zu mal aus, das heißt das Fernsehbild ist stark verrauscht und das Internet geht nicht mehr (die Nachbarn können dann auch nicht telefonieren), daran habe ich mich aber schon gewöhnt. Man wartet einfach ein bis zwei Stunden und dann geht alles wieder.
Seit fast zwei Wochen fällt die Kabel-Verbindung nun an jeden Vormittag für einige Stunden aus. Und das nicht nur bei uns, sondern auch bei den Nachbarn und anscheinend auch im gesamten Stadtgebiet. Egal ob am Wochenende oder über Ostern. Eine einfache Nachricht wie „vom xx.xx bis zum xx.xx kann es zu Problemen aufgrund von Wartungsarbeiten kommen“ wäre ja nicht zu viel verlangt, aber dazu ist Kabel Deutschland offensichtlich nicht in der Lage.
Auf Anfrage bei der Service-Hotline bekomme ich die verschiedensten Antworten. Einmal heißt es, dass gerade auf Kabel Digital umgestellt wird und deshalb an den Leitungen gearbeitet wird, einmal weiß man nichts von einer Störung, nimmt aber den Hinweis dankend entgegen, einmal wird bereits mit Hochdruck am Problem gearbeitet.
Möglicherweise verabredet sich ein Rudel Marder jeden Morgen zum Frühstück, knabbert die Leitungen an und mittags verabredet sich ein Rudel Techniker, um die Leitungen wieder zu flicken.
Wie gut, dass wir unseren Telefonanschluss nicht auch Kabel Deutschland anvertraut haben, sonst wären wir auch in dieser Hinsicht von der Außenwelt abgeschnitten.
Ich hatte Kabel Deutschland schon im März eine Störungsmeldung geschickt und erhielt folgenden sorgfältig ausgewählten Textbaustein:
Sehr geehrter Herr Kaiser,
vielen Dank für Ihre Nachricht über die Störung Ihres Fernsehempfangs.
Gerne bieten wir Ihnen eine Entstörung durch einen von Kabel Deutschland beauftragten Service-Techniker an.
Wenn die Ursache für die Störung im Netzbereich von Kabel Deutschland liegt, ist die Entstörung für Sie kostenfrei. Der Verantwortungsbereich von Kabel Deutschland endet am Hausübergabepunkt.
Sofern der Service-Techniker jedoch feststellt, dass die Fehlerursache in Ihrem Hausnetz liegt, wird Ihnen diese Reparatur mit einer Pauschale in Höhe von 99,50 Euro berechnet. Diese Pauschale beinhaltet die Kosten für die Anreise zum Kunden, ca. ¾ Stunde Arbeitszeit und ggf. eine Fehlerbehebung innerhalb der technischen Möglichkeiten. Kosten für passives Material sind bereits enthalten. Kosten für aktives Material, z.B. Hausverstärker, Kabel, Antennendose sind nicht inklusive und werden extra berechnet.
Ein serviceorientiertes Unternehmen würde zunächst auf ihrer Seite alles überprüfen und DANN erst mit der Preiskeule drohen. Solche Mails scheinen absichtlich dafür zu sorgen, dass man den Techniker gar nicht erst beauftragt. So spart sich Kabel Deutschland wohl die Überprüfung der eigenen Leitungen.
Dann war da noch das unverschämte Schreiben vor einem Jahr, in denen einem dringend nahegelegt wurde, mit dem Fernsehempfang (kostenpflichtig) auf Kabel Digital zu wechseln, sonst behalte man sich eine Kündigung des Vertrages vor. Zur Erläuterung: Das normale (analoge) Kabelfernsehen kommt direkt aus dem Antennenkabel: Überall im Haus, wo eine Antennenbuchse ist, kann ich einfach einen Fernseher einstecken und fertig. Und das ist schon teuer genug. Bei Kabel Digital braucht man noch einen zusätzlichen Digitalreceiver und man hat wieder eine Fernbedienung mehr rumliegen. Um die Wichtigkeit dieser Umstellung zu bekräftigen, ruft Kabel Deutschland auch gerne ab und zu an. Das nervt.
Ganz abgesehen von der ständigen Werbung per Email, die mich dazu bringen soll, Internet über Kabel Deutschland zu beziehen. Hallo! Ich bin doch schon Internet-Kunde bei euch!
Wir haben die Nase jetzt voll und wechseln wieder zur Telekom.









Nachdem, was ich schon so über alternative Anbieter gehört habe, bin ich lieber bei der Telekom geblieben.
Seit ich hier wohne, jetzt fast zwei Jahre, ist mein DSL noch nicht einmal ausgefallen.
Auch wenn vielleicht viele aufschreien wollen, aber ich kann über den rosa Riesen überhaupt nichts Schlechtes sagen...
Das ist wirklich unglaublich! Ich drücke die Daumen, dass Kabel Deutschland keine Probleme beim Wechsel macht.
Na, dann drück ich die Daumen, dass es dann besser wird. Ich glaube, meinen Telekom-Ärger hab ich Yvonne schon mal erzählt. Aber ich kann noch eine lustige Hanse.net-Schote beisteuern.
Als ich mich im November 2006 so langsam dem Wutzgeburtstermin näherte und dementsprechend ziemlich vor mich hinschwangerte, hatte ich ansonsten ja noch Zeit und Muße und surfte so ganz gerne im Internet umher. Eben mit der Hanse.net-Flachrate. Und eines Tages, es mag so ca. der 15. November gewesen sein, eine gute Woche vor Christophs Geburt, fiel das Internet dann aus. Damals hatte Hanse.net grad eine Preisoffensive gestartet und besseres Downstream-Angebot gemacht, weswegen dann sich ganz viele Leute dort angemeldet haben.
Und prompt fiel unser Internet dann aus. So ein Ärger. Wir versuchten es mit der Hotline zu des A's Feierabendzeiten, aber dann war meistens kein Techniker mehr dort. Der Hotline-Mensch nahm unsere Störungsmeldung auf und versprach Prüfung. Einige Stunden später kam schon vor dem Hotline-Menschen eine automatische Durchsage, dass die Internetverbindungen im Harburger Raum zusammengebrochen seien. Es gab dann auch flugs Internetforen darüber. Hanse.net bzw. die Hotline-Menschen, denen diese Ansage vorgeschaltet war, verneinten aber, dass das Problem bei ihnen läge. Es läge vielmehr, so ihre Meinung, daran, dass wir zwei Rechner an einer Internetleitung hätten.
So kämpfte des Abends der A mit diesen Leutchen rum, während ich mich tagsüber mit den "Vermessern" plagte: "Bitte ziehen Sie jetzt alle Stecker vom DSL-Modem, vom Splitter usw." Ich wies dann mehrfach dezent darauf hin, dass wir dies schon seit einer Woche täten, ohne Ergebnis. Und ich erklärte dem Menschen, wenn er nun einen Knall höre, dann sei das meine Fruchtblase, die durch das Unter-dem-Tisch-Krabbeln platzte.
Kurz, wir taten und machten, nichts passierte, der A schrie abends den Hotliner an, ich krabbelte tagsüber für den Techniker.
Aber denkst Du, sie haben wenigstens so rein servicemäßig die Geburt beschleunigen können? Nix da, es musste trotzdem eingeleitet werden
Und danach wurde H.ansenet auch des Volumens wieder Herr und alles funzte wieder.
Total toller Service
toll! wirklich klasse... wir haben den verein auf arbeit und ich bin jetzt schon ein bisschen in den geschmack des ausfalls gekommen. gut zu wissen