Dienstag, 25.08.2009, 21:34
Finnley ist 2 Jahre, 10 Monate alt
2 Jahre, 3 Wochen bis zu Jaspers Geburt
Schönes Wochenende
Ich hatte mir letzte Woche bereits Donnerstag freigenommen, damit unser kleiner Bonn-Trip nicht zu stressig wird. So konnten wir in Ruhe vorbereiten und unsere sieben Sachen zusammen packen. Am Freitag fuhren wir gegen elf Uhr los und brauchten für die 460 Kilometer insgesamt sechseinhalb Stunden. Dementsprechend müde waren wir bei der Ankunft, wurden aber sehr herzlich in der Pension Ley empfangen, bei der wir die erste Nacht verbringen würden. Wer also mal eine charmante Unterkunft mit schön ausgestatteten Zimmern in Bonn sucht, ist hier gut aufgehoben. Die lange Hinfahrt hat Finnley übrigens bemerkenswert gut mitgemacht.
Und dann war es endlich soweit! Nachdem wir uns hier alle das letzte Mal zusammen gesehen hatten, hatte es nun tatsächlich mal geklappt: Wir fuhren zu Simone, Konrad und Gregor. Unglaublicherweise spazierte Finnley einfach in die Wohnung, hockte sich hin und spielte mit Gregors Spielzeug. So, als hätten sich die beiden Jungs gestern erst gesehen. Entweder kann sich Finnley daran erinnern schon einmal hier gewesen zu sein oder Blut ist tatsächlich dicker als Wasser... Wir vier Großen konnten uns tatsächlich ungestört unterhalten, in Ruhe essen und unsere beiden Kinder einfach sich selbst überlassen.
Der Abend war ob der fortgeschrittenen Stunde leider viel zu schnell vorüber, aber wir hatten ja noch den ganzen nächsten Tag. Vorsorglich zogen wir Finnley schon mal den Schlafanzug an und putzten seine Zähne, aber er schlief nicht wie angenommen im Auto ein. Mir schwante Übles, denn immer - und wirklich IMMER IMMER IMMER- wenn wir außerhäusig übernachteten, war die Einschlafarie des kleinen Kaisers der blanke Horror. Und auch hier Überraschung deluxe! Finnley ließ sich anstandslos ins Bett legen, schob kurze Zeit später seine Spielzeuge zur Seite, drehte sich um und schlief seufzend ein.
Pünktlich um sieben Uhr wurde ich durch Verhörbeleuchtung und ein fragendes „An?” von unserem kleinen Scherzkeks geweckt. Er hatte meine Nachttischlampe angemacht, die genau vor meiner Birne stand und dann noch mal vorsorglich nachgefragt. Nachdem wir aus der Pension ausgecheckt hatten, haben wir ein langes gemütliches Frühstück bei meiner Schwester und ihren Jungs genossen. Das Bild, das die beiden Knirpse abgaben, ähnelt stark dem von gestern... Nachdem wir alle wunderbar gestärkt waren, ging es los in die Innenstadt zum Shoppen. Ich persönlich finde Bonn, was das angeht richtig klasse.
Wir haben ein paar schöne Teile in einem Kinderladen gefunden, hatten unseren Spaß bei Butlers (hier vor allem Finnley, indem er verschiedene Einkaufswagengrößen ausgiebig testete), erstanden neues Tragegerät bei Kult (die große Schwester gibt jetzt die Miss Perfect, während meiner einer einen auf Jelly Bohne macht) und neuen Nippes bei Cult. In einem Kurzwarenladen fand ich endlich den selbstlöschenden Stift für meine Nähversuche und bei WMF probierten wir ein rattenscharfes Messer aus. Nach einem kleinen Päuschen vor einer Eisdiele, stöberten wir noch in einem meiner Lieblingsläden, um dann schwer bepackt zurück zum Domizil zu fahren.
Erneut gestärkt durch Pflaumenkuchen lag nun noch die richtige Anstrengung des Tages vor uns: Der Oelberg! Der steile Aufstieg brachte mich fast an meine Grenzen; ich spürte tatsächlich meinen Puls auf der Kopfhaut pochen! Konrad trainierte derweil für den Ironman, indem er, Gregor auf den Schultern, Finnley im Buggy vor sich rauf schob. Respekt, mein Lieber!
Oben angekommen wurden wir mit einem sensationellen Blick auf den Drachenfelsen und den Rhein belohnt. Und nach ein, zwei Weizen waren wir auch wieder fit für den Abstieg. Finnley und Gregor mussten wir allerdings erstmal mit kleinen Filmchen auf dem iPhone ruhig stellen. Die beiden waren schon etwas über die Zeit.
Also schnell noch etwas einkaufen, ab nach Hause, kochen, essen, die Kinder bettfertig machen, ins Bett bringen und den restlichen Abend genießen! Finnley schlief wieder sensationell unspektakulär in seinem Bettchen ein und Gregor ratzte einfach auf dem Sofa weg. Auch wir fanden irgendwann ziemlich gerockt den Weg in die Betten. Am nächsten Morgen wurde ich geweckt durch ein „Mama, Tuta?” Was so viel bedeutet wie: „Mama, darf ich den Computer haben?” Ja, klar. Ist ja auch schon zwanzig nach sieben *augenreib*.
Da wir zum Frühstück bei Isa verabredet waren, tranken wir zum Abschied noch ein Teechen und packten unsere sieben Sachen, inzwischen neun, wieder zusammen. Gregor und Finnley spielten noch ein wenig mit dem Tuta, während sich Konrad im Hintergrund seinem kniffligen Puzzle widmet. Immerhin fanden wir auch jeder ein Teilchen
Die beiden Jungs haben während der eineinhalb Tage fast alles geteilt und besonders bemerkenswert ist, dass Gregor überhaupt keinen Anspruch auf seine Sachen gestellt hat, sondern Finnley mit allem spielen ließ. Phänomenal! Das habe ich noch mit keinem anderen Kind erlebt.
Nun hieß es Abschied nehmen (hoffentlich nicht wieder für eineinhalb Jahre!!!) und kurze Zeit später saßen wir schon bei Isa in ihrer unglaublich schönen Wohnung und frühstückten. Bei den Mengen, die sie eingekauft hat, erwarteten wir noch eine Busladung Gäste, aber die blieb aus. Finnley war ob der neuen Umgebung zuerst etwas betreuungsintensiver, beschäftigte sich aber bald ausgiebig mit den elektrischen Aussenjalousien, so dass wir uns in Ruhe unterhalten konnten. Leider waren auch hier zwei Stunden viel zu wenig, aber besser als nix.
Ich hoffe, dass sowohl Simone mit ihren beiden Jungs als auch Isa bald mal nach Hamburg kommen. Weniger wünsche ich ihnen allerdings ein fast siebenstündige Fahrt mit einer fast durchgängigen Baustelle von Bremen bis Hamburg. Und schon gar nicht die 2 Stunden Fahrt, die wir für die ersten 50 Kilometer gebraucht haben. Aber Finnley hat wieder prima durchgehalten und ich war so pfiffig Montag frei zu nehmen ![]()
























Juhu, spät, aber besser als nie: Es war wirklich wunderbar, 1000 Dank für Euren Besuch und für die sehr, sehr schönen und liebevollen Sachen, die Ihr uns mitgebracht habt. Demnächst mehr im Norden..... Wir drücken Euch!!!! Ach ja, falls ich es vergessen haben sollte: Her mit meinem Neffen :o)
Moin! Da bin ich mal wieder. Ein turbulenter Monat liegt hinter mir und Papa! Wir haben so einiges unternommen. Das war schon toll, aber irgendwie hing ich doch sehr an meinem Papa und konnte ihn keine fünf Minuten in Ruhe lassen. Wir sind hier schön mit