Mittwoch, 11.11.2009, 22:53
Finnley ist 3 Jahre, 2 Wochen alt
1 Jahr, 10 Monate bis zu Jaspers Geburt
Sprache
Finnley spricht zwar recht viel, aber noch nicht oft in ganzen oder korrekten Sätzen und nicht immer ganz verständlich. Umso mehr erstaunt es uns dann, wenn da mal spontan ein ganzer Satz gänzlich fehlerfrei aus des kleinen Kaisers Schnabel kommt. So wie heute, als wir ungewohnt spät vom Kindergarten nach Hause kamen und Finnley sagte „Ich kann nichts sehen”. Ich knipste das Licht an und frug fragte ihn, ob er jetzt sehen könne. „Jaha”. Diese Art der „normalen” Kommunikation ist schon irgendwie ungewohnt.









Ein Dreijähriger, bei dem ganze Sätze die Ausnahme sind? Mhhhh...
und?
Ach das kommt schon noch!! Moritz hat durch viel Vorlesen einen wahnsinns Wortschatz und wenn der kleine Kaiser erstmal die Vorteile des Geschichtevorlesens erkannt hat und nicht mehr in Windeseile durchblättert dann geht das Ruckizucki!!!
Wenn er nach mir kommt, labert er irgendwann den lieben langen Tag
Irgendwann wirst Du verzweifelt nach dem Ausschalter suchen - glaube es mir!!!
Jedes Kind ist anders und entwickelt sich auch anders und Euer Kind ist ganz normal - BESTIMMT!!
Jo, das meine ich auch
Lasst euch bloß nicht verrückt machen.
Die Kreiskinder- und -jugendärzte machen einen ja auch gern mal verrückt. Was, das Kind kann mit 4 Jahren den Stift noch nicht so halten, wie es uns in den Kram passt? Sofort Ergotherapie!
Herrje, da macht man was mit. Ich fand dann nicht, dass die Ergo überhaupt etwas gebracht hat, was er nicht sowieso von ganz allein in dieser Zeit gelernt hätte, aber egal.
Ich bin ziemlich angenervt von diesen Plänen, wann ein Kind was können muss. Funktionieren wir so? Ich bezweifle es.
Mein Kind war in allem schon immer ein Spätzünder. Deswegen ist er aber nicht irgendwie zurück oder sonstwas. Nein, er krabbelte spät, er lief spät, er sprach spät und nun flitzt er wie der Teufel, redet wie ein Wasserfall und ist mopsfidel.
Bloß nicht verrückt machen lassen!
Meine liebe Frau Sterntau, Du sprichst mir aus der Seele. Finnley ist ein rundum wunderbares Kind. Laut der Kinderärztin gibt es nichts, was uns Grund zur Sorge machen müsste (nicht einmal das Gewicht). Kinder sind in ihrer Entwicklung einfach sehr unterschiedlich.
Der kleine Kaiser entwickelt sich stetig weiter, ist dabei meist (zur Freude seiner Eltern) eher ein ruhigerer Vertreter und erstaunt uns jeden Tag aufs Neue. Was wollen wir mehr
Ich weiß ja, steckt man drin, macht man sich schon so ein bisschen Gedanken. Aber mit ein paar Jahren Abstand möchte man sich gepflegt die Hand an den Kopf klatschen, weil man sich hat so kirre machen lassen. Beim ersten Kind ist das eben so, da fehlt einfach die Erfahrung und Gelassenheit.
Aber man sieht Finnley ja das Glück förmlich an, auf allen Bilder strahlt er immer und sieht glücklich und rundum zufrieden aus. Das ist meiner bescheidenen Meinung nach sowieso das Wichtigste.
Hm, ich seh das eher anders.
Therapie wird meines Erachtens immer viel zu spät verschrieben.
Wenn ich hier so seh was bei uns im KIGA rumläuft. Und nur weil die Eltern glauben ach das kommt schon noch.
Nein, dem ist nicht so! Die Kinder können das oft nicht mehr aufholen.
Und 3jährige die noch keinen Satz richtig sprechen können, finde ich auch auffällig. Das sehe ich wie meine Vorschreiberin.
Meine Wahrnehmung ist eine ganz andere. Kinder werden auf Biegen und Brechen miteinander verglichen, von einem Förderkurs zum nächsten gezerrt und bekommen viel zu oft vermittelt, dass etwas mit ihnen nicht in Ordnung sei. Für mich ist das einer der gravierendsten Fehler in der Kindererziehung.
Ich schließe mich deiner Meinung unumwunden an, Yvonne