Montag, 22.02.2010, 23:22
Finnley ist 3 Jahre, 3 Monate alt
1 Jahr, 6 Monate bis zu Jaspers Geburt
Psychomotorische Spielgruppe
Heute hatten wir unseren Schnuppertermin. Auf dem Weg dorthin schlief Finnley fast im Auto ein, aber ich konnte ihn gerade noch davon abhalten. Da ihm das Kinderturnen in der Sporthalle der anderen Grundschule nicht besonders gefiel, befürchtete ich, dass Finnley heute gleich wieder rückwärts rausstolpern würde. Aber es kam zum Glück anders. Auf dem Parkplatz trafen wir eine der beiden Kursleiterinnen und sie hat gleich die Chance wahrgenommen, sich mit Finnley anzufreunden. In der Halle fühlte er sich sofort heimisch und nutzte den ganzen Raum, der sich ihm bot. Offensichtlich hatte er trotz des Kinderturn-Dramas Vertrauen in die Umgebung.
Heute waren nur wenige Kinder da, alles Jungs, alle größer und älter. Aber die waren alle sehr rücksichtsvoll und so konnte Finnley die ganze Halle erkunden. Zuerst sammelte er erst einmal alle Pylonen ein und stapelte diese. Dann machte er sich auf zu einem Geräteparcours und butcherte dort ein bisschen rum. Ich konnte ihn das alles wunderbar allein machen lassen, Mama war nicht nötig.
Irgendwann war aber etwas passiert, das ich nicht mitbekommen habe und er weinte ganz herzzerreissend. Das war so circa nach einer halben Stunde. Von nun an wollte er nur noch nach Hause und war schwer für etwas zu begeistern. Nicht zu vergessen, dass er auch schon einen langen, aufregenden Tag hinter sich hatte. Natürlich war er auch müde und erschöpft.
Im Auto hielt ihn nur das Überr.aschungs.ei und Mamas Dauerloop-Gequatsche vom Einschlafen ab. Puh, Glück gehabt! Heute Abend erzählte er Michael dann ganz stolz, dass er beim Turnen war, mit Mama! Und nächste Woche will er wieder hin. Wir schnuppern nächste Woche noch mal und sehen dann weiter.
Der Vorteil im Gegensatz zum Kinderturnen ist hier, dass Finnley machen kann was er möchte. Hier wird nicht animiert oder etwas erwartet. Jedes Kind macht, was ihm Spaß macht und seinen Fähigkeiten entspricht. Für jedes Kind ist etwas dabei und man selbst nimmt eher eine beobachtende Rolle ein. Das Turnen ist übrigens eigentlich OHNE Eltern. Das kann ich mir mal gar nicht vorstellen momentan.









Das hört sich doch sehr gut an! Wir bieten bei uns im Verein richtige Kinder-Turn-Gruppen an, wo die Kinder bestimmte Dinge machen "müssen" oder eben auch für kleinere Kinder Eltern-Kind-Turnen, das sehr spielerisch abläuft und sich die Kinder ausprobieren können. Find ich toll, dass es Euch gefallen hat. Wir wünschten uns so engagierte Eltern wie Dich, die da sind und auch da bleiben und ggf mit helfen wollen... wir haben manchmal das Gefühl, viele denken: Hurra, ich kann mein (Klein)Kind beim Sport abgeben und hab frei... aber das kann sich kein gemeinnütziger Verein leisten...
Das Eltern-Kind-Turnen, das Finnley und ich letztes Jahr besuchten war ein Desaster. Viel zu viele Kinder, die um ihn herum tobten. Er wollte immer nur nach Hause. Wir werden sehen, wie es nächsten Montag wird und dann entscheiden, ob wir weiter machen.
Wenn Finnley irgendwann ganz ohne mich in dem Kurs auskommt, wäre das für ihn ganz wunderbar. Ich sitze dann wahrscheinlich in der miefigen Umkleide und warte auf ihn
Heute beim Kinderturnen traf ich auf zwei total verblüffte Trainerinnen. Wer denn Finnley ausgetauscht hätte...? Er hat wohl nicht nur toll mitgemacht sondern hat sich auch was Kreatives einfallen lassen und einen dicken Medizinball die schräge Bank hochg