Vier Kaisers

200.000 Kilometer ← → Merseburg

Yvonne

Sonntag, 21.03.2010, 09:57

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Finnley ist 3 Jahre, 4 Monate alt

1 Jahr, 6 Monate bis zu Jaspers Geburt

Die gelben Engel

Ich hatte gerade Simply Red laufen und sang beschwingt mit, denn gleich wäre ich bei meinen Eltern und dann würde diese anstrengende Woche in ein schönes Wochenende münden. Müde war ich bis zum Anschlag, dank meiner ausgeprägten Schlafstörungen und wollte nun nur noch ankommen. Plötzlich hörte ich ein lautes Pong und der Wagen senkte sich hinten etwas ab, dann fuhr der Wagen wieder wie gewohnt. Ich hielt gleich auf dem Seitenstreifen genau zwischen der Ab- und Auffahrt Bad Fallingbostel. Mein Herz schlug heftig und ich war ziemlich aufgeregt. Ich stieg kurz im Stockdunkeln aus und sah nach. Es war wie vermutet ein geplatzter Reifen.

Ich war immer noch hysterisch heftig aufgeregt, als ich die Nummer des ADAC (zum Glück kenne ich die auswendig) wählte. Es meldete sich ein gelber Engel! Die nette Dame am Telefon beruhigte mich gleich durch ihre ruhige Art und durch ihre Beruhigungsformeln, die sofort wirkten. Dann stellte sie mir ein paar Fragen und wies mich an, aus der Beifahrertür vorsichtig auszusteigen und den Wagen zu sichern. Da ich nicht genau sagen konnte, ob ich ein Reserverad dabei habe „Im Kofferraum sind nur Sitze!”, schickte sie mir lieber gleich einen Abschleppwagen. Ich stand vor irgendeinem Gebäude, vermutlich von der Autobahnwacht und konnte dort im Schein einer Laterne auf den Treppenstufen warten, anstelle im Dunkeln hinter der Leitplanke zu verharren. Glück gehabt!

Nach einiger Zeit kam der Abschleppwagen mit einem sehr jungen, sehr netten Mann, der unter dem Auto dann doch noch einen Reifen fand. Da er den Abschleppwagen dabei hatte, legte er sich nicht im Dunkeln unters Auto, sondern schleppte mein Gefährt in die Werkstatt, die glücklicherweise noch ein Stück näher an meinem Ziel lag. Unterm Auto befand sich ein Notrad, das eher an ein Schubkarrenrad erinnerte, nicht sehr vertrauenserweckend... Nachdem ich noch einige Fahrzeugscheindaten via Telefon von Michael erfragen musste und das Rad angebaut wurde, setzte ich meine Reise fort. Bei Tempo achtzig und hochkonzentriert, denn das Rad ist eben nur für Notfälle.

Mein Vater hatte inzwischen seine Werkstatt des Vertrauens privat erreicht und dort die Zusage bekommen, dass sich am nächsten Tag jemand um den Reifen kümmern würde.

Ich war sehr über mich selbst überrascht, denn normalerweise wäre ich vor Ungeduld umgekommen, hätte mich geärgert und Zeter und Mordio geschrien. Aber ich war ganz entspannt, ist wohl das Alter ;-)

Am nächsten Tag bemühte sich dann der Werkstattmensch um einen Reifen. Da er nun versuchte genau dasselbe Modell (Winterreifen!!!, 16" Felgen) zu bekommen, dieses aber bundesweit ausverkauft ist, war das eher eine Mission impossible. Unsere Werkstatt des Vertrauens, von Michael morgens aus der Wohnung geklingelt, empfahl einen Reifen der aufs Auto passt und vorsichtig zu fahren. Immer noch besser als knapp 200 Kilometer mit Notrad...

In der Zwischenzeit fengshuiten meine Mutter und ich ein wenig, indem wir Bücher aussortierten. Mit dem Wagen meines Vaters brachten wir gleich kartonweise das Aussortierte ins Sozialkaufhaus. Dort wurden wir mit offenen Armen empfangen (ganz im Gegenteil unseres Sozialkaufhauses, bei dem die Mitarbeiter offenbar wenig motiviert sind). So werde ich alles Brauchbare, was wir weggeben wollen in Zukunft dorthin bringen. Zu Hause bei meinen Eltern wartete mein Vater schon mit leckeren Kohlrouladen, die wir als Wegzehrung auch dringend brauchten. Denn mit einem Notrad 180 Kilometer fahren zu müssen bei Tempo 80 und mit Zwangspause (das Rad soll sich abkühlen können), ist nicht nur nervenzerreibend sondern würde auch meine ganze Konzentration fordern.

Es dauerte dann noch etwas, bis wir den Tempomaten bedienen konnten. Meine Mutter las aus der Bedienungsanleitung vor, ich fummelte an den Reglern. Die Hälfte der Strecke bestritten wir auf der Autobahn unter Lichtgehupe und viel Vogelzeigerei. Es regnete und die anrauschenden Autos hinter uns, sahen uns erst sehr spät. So hatten wohl einige den Eindruck, wir würden auf der Autobahn parken. Bei Soltau hatte ich keine Nerven mehr für die Autobahn und wir fuhren über Land weiter. Das war zwar entspannender, dauerte aber auch länger. Unser Pause machten wir dann beim güldenen M in der Caféecke bei Latte Macchiato und Apfelkuchen, Balsam für die Seele.

Kurz vorm Autobahndreieck fuhren wir todesmutig wieder auf die Autobahn und verfuhren uns prompt. Jetzt war ich echt sauer! Jeder verkackte Kilometer, zerrte an meinen Nerven und nun das! Schließlich kamen wir doch noch zu Hause an. Die letzten 20 Kilometer traute ich mich dann sogar 100 zu fahren. Ich war nun fix und fertig!

Draussen trafen wir dann noch unsere Nachbarn und erzählten kurz von unserer TorTour, da ging die Haustür auf und ein ganz aufgeregter Finnley stand darin. Während meiner Abwesenheit waren Omaela und Mama DAS Thema für ihn und nun waren sie endlich da. Der kleine Kaiser hielt es nicht mehr aus und lief auf Socken im Regen direkt in meinen Arm und gab mir *trommelwirbel* ein Küsschen (Finnley ist eigentlich überhaupt kein Knutscher). Endlich zu Hause!

Nun hatte ich einen Tag, um mich von der Nummer zu erholen und dann sollte es nach Merseburg gehen...

An dieser Stelle noch einmal ein riesiges Dankeschön an den ADAC und seine wunderbaren Mitarbeiter, bzw. Subunternehmer! Ich konnte die ganze Zeit nur so entspannt bleiben, weil sowohl die Dame am Telefon, als auch die Truppe um den Abschleppdienst so überaus nett und tatkräftig waren. Danke, danke, danke!

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DreiKaisers: Teurer Spaß! am 10.11.10 um 19:22 Uhr

Nach dieser Episode brauchten wir ja EINEN neuen Winterreifen. Aus dem wurden dann heute VIER! Merke: Winterreifen nicht im Sommer fahren!!! Da mutet es ja fast schon als Glück an, dass die verbeulte Stahlfelge mit einigen kräftigen Schlägen starker Werks

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Und wieder warten beim Kinderarzt...
06.02.12 13:49Und wieder warten beim Kinderarzt...
Mitwarten auf die U9
02.02.12 15:00Mitwarten auf die U9
Warten auf die U9
02.02.12 15:00Warten auf die U9
...und Jasper wartet geduldig auf dem Soffa
13.01.12 17:41...und Jasper wartet geduldig auf dem Soffa
Finnley beim Hairdresser
13.01.12 17:41Finnley beim Hairdresser
Kinderparadies
05.01.12 16:36Kinderparadies
Ein Schmetterling
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Ausnahme momentan! Aber im Auto...
04.11.11 11:22Ausnahme momentan! Aber im Auto...

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Letzte Kommentare

Yvonne zu Windeldermatitis
Do, 09.02.2012 11:46
Da komme ich gern drauf zurück wenn es uns wieder ereilen sollte. Ich hoffe aber, dass das nicht der Fall sein wird.
Yvonne zu hier so
Do, 09.02.2012 11:45
hahaha! Das mache ich! Eigentlich reicht mir ja auch das Hotel hier um die Ecke um mal ein paar Tage durchzuschlafen. Die Windeldermatitis ist zum Glück weg aber Smaragdgrün hört sich toll an.
Brigitte zu hier so
Mi, 08.02.2012 13:58
Schon mal daran gedacht, ohne die Familie nach Kanada oder in die Karibik auszuwandern???? Nur mal so.....und sei es, um zu schlafen. Diese Windeldermatitis.....ist zwar lange her, aber ich kann mich noch erinnern. Damals wurde "Smaragdgrün" auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Frag mich nicht, warum.
Maike zu Windeldermatitis
So, 05.02.2012 15:01
Oh, nicht schön :-( Wir haben das damals nur mit 'Zaubertüchern' in den Griff bekommen. Das sind Wundeinlagen die normalerweise ältere Menschen, die bettlägerig sind, tragen. Falls Du also irgendwann mal nicht weiterweißt kann ich Dir gerne mal nähere Infos dazu mailen. Der Tipp kam von einer Freundin die Wundverbände entwickelt.