Mittwoch, 15.10.2008, 23:52
Finnley ist 1 Jahr, 11 Monate alt
2 Jahre, 11 Monate bis zu Jaspers Geburt
Wünsch Dir was
Unsere alten Wunschzettel haben ausgesorgt. Neue gibt es rechts in der Spalte so als kleine Anregung für die Familie, so kurz vor den ganzen Festtagen ![]()
Mittwoch, 15.10.2008, 22:32
Finnley ist 1 Jahr, 11 Monate alt
2 Jahre, 11 Monate bis zu Jaspers Geburt
Nicht schon wieder!
Ich hatte ja schon gehört, dass Kinder ab und zu versuchen das antrainierte Einschlafverhalten in Frage zu stellen und erneut herausfinden wollen, wie konsequent ihre Eltern sind. Ich habe nur nicht damit gerechnet, dass es so schnell geht.
Schon gestern ließ Finnley den Revoluzzer raushängen. Normalerweise heißt auf die Mini-Anlage zeigen und „an“ sagen: Mach die Musik an. Wenn die Musik bereits läuft, heißt „an“: Mach den Eisbärsong an. (Süß: immer wenn im Lied das Wort „Eisbär“ vorkommt, ruft Finnley „EITA!“.) Diesmal tat er allerdings alles dafür, seine Wünsche unerfüllbar zu machen. Mal zeigt er hierhin, mal dahin, mal sagte er „an“, mal „auf“. Da ich leider kein Hellseher bin, wurde er recht unzufrieden, nölte erst noch, brach dann aber irgendwann in markerschütterndes Weinen aus. Natürlich pünktlich zum Beginn von Dr. House. Damit hat er uns an einem gaaaanz wunden Punkt erwischt und sich so einen Fernsehabend erpokert. Schließlich konnte es ja daran liegen, dass Yvonne diese Woche Spätschicht hat und ich ihn seit längerem wieder allein ins Bett gebracht habe. Armer Kerl.
Heute ging das Spiel wieder von vorne los. Allerdings ohne mich. Ich kann ja auch bockig sein. Wer erstmal im Bett drin ist, bleibt da auch drin und hat gefälligst zu pennen! Jeder Beruhigungsversuch mit Musik, Vorlesen oder Bücher zeigen bewirkte eher das Gegenteil. Nach einem Tag ohne Pause (Monsieur pflegte heute seinen Mittagsschlaf zu verweigern) hatte ich echt - keinen - Bock mehr. (Grüße an den Wortteufel, deren Tag heute ähnlich, aber auch ganz anders verlief…
)
Also ließ ich das schreiende Kind allein und rief Yvonne bei der Arbeit an, um zu fragen wie furchtbar IHR Tag denn bis jetzt so gewesen ist. Und siehe da: während des Telefonats wurde es im Kinderzimmer ruhiger. Sogar ganz ruhig. Der muss ja schon eingeschlafen sein, sooo ruhig. Ein Blick ins Kinderzimmer überzeugte mich vom Gegenteil: schon ging das Gebrüll wieder los. Kurzerhand zog ich mich wieder zurück und entzog dem kleinen Terroristen damit sein Anbrüllopfer: schon kehrte wieder Ruhe ein. Vielleicht wollte er mir auch nur sagen: „Verzieh dich, ich brauch’ keinen, der mir beim Einschlafen zusieht.“
Zehn Minuten später war er eingeschlafen. Die Runde geht an mich!









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