Montag, 31.08.2009, 20:23
Finnley ist 2 Jahre, 10 Monate alt
2 Jahre, 2 Wochen bis zu Jaspers Geburt
Und ich dachte schon...
...hier liest kaum noch jemand mit
Liebe Frau Kathy, wir danken Dir für diesen wundervollen Award. Dankeschön!
Sonntag, 30.08.2009, 23:32
Finnley ist 2 Jahre, 10 Monate alt
2 Jahre, 3 Wochen bis zu Jaspers Geburt
schön und lecker
Heute hatten wir einen schönen Abend mit Sonja, Ecki und Jule. Zu Eckis Geburtstag haben wir ihm einen Gutschein für ein leckeres Fischessen bei uns geschenkt und der wurde heute prompt eingelöst. Es gab Loup de Mer in Salzhülle mit selbstgemachter Hollandaise, Kartoffeln und grünem Salat. Und danach noch gratinierte Feigen. Und ganz nebenbei hat sich der kleine Kaiser anstandslos ins Bett bringen lassen. Wun.der.bar.er Abend!
Sonntag, 30.08.2009, 21:59
Finnley ist 2 Jahre, 10 Monate alt
2 Jahre, 3 Wochen bis zu Jaspers Geburt
Samstag, 29.08.2009, 17:58
Finnley ist 2 Jahre, 10 Monate alt
2 Jahre, 3 Wochen bis zu Jaspers Geburt
Raw
...und auf dem Fließband, der Fisch. Leckerst wie immer und mit Rosa nettest, auch wie immer
Am Donnerstag bin ich nach der Arbeit noch ein bisschen durch die Europapassage geschlendert, da ich noch etwas Zeit hatte bis zu unserer Verabredung in der White Lounge. Das hat richtig Spaß gemacht, erst shoppen dann schön Sushi essen und nett quatschen. Das war aber auch mal wieder Zeit!
Samstag, 29.08.2009, 09:09
Finnley ist 2 Jahre, 10 Monate alt
2 Jahre, 3 Wochen bis zu Jaspers Geburt
Ein selbständiges Kind, ein unselbständiger Vater
Seit über einer Woche geht Finnley jetzt täglich in den Kindergarten. Anfänglich nur zwei Stunden, inzwischen von 8:30 bis 13:30 Uhr. Das morgendliche Abschied nehmen fiel ihm zunächst von Tag zu Tag schwerer, seit gestern ist das aber kein Problem mehr und als ich ihn abholen wollte, wollte Finnley gar nicht mit nach Hause.
Gestern war sowieso ein bemerkenswerter Tag, denn normalerweise flippt Finnley nachmittags regelmäßig aus, seit er keinen Mittagsschlaf mehr macht. Da wird geschubst, gebissen, genörgelt oder auch mal sein bester Freund Ben gehauen. Gestern dagegen blieb Finnley das erste mal relativ gelassen und ruhig, hatte eine Menge Spaß und ließ sich, wie schon seit fast drei Wochen, um 20 Uhr ins Bett legen und schlief selbständig ein. Herrlich.
Finnley hat sich überhaupt sehr verändert in letzter Zeit und das begann schon vor dem Kindergarten. Manchmal spielt er zwei Stunden lang draußen, fährt Rennen mit Ben oder zupft gedankenverloren Blätter von den Büschen. Dann klingelt er an der Tür, verlangt nach Smarties, bekommt eine Banane und zieht dann weiter zu Lukas, um dessen Lego-Feuerwehr zu zerlegen. Die Zeiten des am-Rockzipfel-hängen sind definitiv vorbei.
Nachdem Finnley sich ja nun im Kindergarten so gut eingelebt hat, muss ich selbst erst mal wieder lernen, mit soviel Zeit umzugehen. Da Finnley im Kindergarten isst, vergesse ich schon mal, dass ich ja auch was Essen muss. Ich muss mich daran gewöhnen, dass ich jetzt auch mal größere Projekte angehen kann. Die Barriere „es lohnt sich gar nicht erst damit anzufangen, ich muss Finnley sowieso gleich wieder abholen“ hat sich schon zu tief eingebrannt. Vielleicht werde ich jetzt auch meine Vaterschaftsdemenz wieder los.
Freitag, 28.08.2009, 22:49
Finnley ist 2 Jahre, 10 Monate alt
2 Jahre, 3 Wochen bis zu Jaspers Geburt
34 Monate Finnley
Moin! Da bin ich mal wieder. Ein turbulenter Monat liegt hinter mir und Papa! Wir haben so einiges unternommen. Das war schon toll, aber irgendwie hing ich doch sehr an meinem Papa und konnte ihn keine fünf Minuten in Ruhe lassen. Wir sind hier schön mit den Öffis rumgefahren. Endlich konnte ich auch mal wieder eine Bahn von innen sehen. Das war toll!
Und dann waren wieder Anke, Mayra und Jelte da. Wir hatten eine Menge Spaß. Wir haben ganz tolle Sachen gemacht; wir waren im Miniaturwunderland und sind mit dem Schiff gefahren. Mayra hat sich immer ganz schnell in meinem Schaukelsessel gedreht, da ist mir ja schon fast beim Zugucken schlecht geworden, so schnell war das.
Das Wichtigste diesen Monat überhaupt ist aber die Eingewöhnung im Kindergarten. Nachdem ich Papas Nerven noch mal bis auf Pergamentformat runtergeschliffen habe, war es auch an der Zeit einen neuen Zeitvertreib zu finden. Ich gehe da jedenfalls ganz gerne hin; da kann man so schön Pirat spielen, denn die haben da ein riesiges Holzschiff im Garten.
Ich habe übrigens endlich meinen Schlafrhythmus gefunden: Einfach keinen Mittagsschlaf mehr machen, gegen 19/20 Uhr ins Bett und nach 5 Minuten wegpofen. War doch gar nicht so schwer, oder?
Das Tollste aber war, dass wir es endlich mal zu Tante Simone und ihren beiden Jungs geschafft haben! Gregor hat so tolles Spielzeug und ich habe mich da gleich wie zu Hause gefühlt. Ich durfte auch überall rangehen und einfach mit allem spielen. Das war so schön, die drei endlich mal wieder zu sehen und viel erlebt haben wir auch noch. Wenn wir nur nich' wieder soooo lange warten bis zum nächsten Mal!
Wir sehen uns in einem Monat wieder und dann werde ich auch bald schon drei. Bis dann, macht's gut, Euer Finnley
Donnerstag, 27.08.2009, 12:01
Finnley ist 2 Jahre, 10 Monate alt
2 Jahre, 3 Wochen bis zu Jaspers Geburt
Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen
Hier ist ja eigentlich kein Ort für politische Äußerungen. Heute mache ich mal eine Ausnahme, da meiner Meinung nach ein hoher Aufklärungsbedarf zum „Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen“ und der Hintergründe besteht. Nach § 184b StGB ist die Verbreitung und der Besitz von Kinderpornografie schon lange verboten. Warum also dieses Gesetz? Ich habe einige Fakten und verschiedene Recherchen gesammelt und versuche, die Zusammenhänge sachlich und objektiv zu erklären.
Um das Gesetz zu verstehen, sollte man zunächst wissen, wie das Internet (zumindest teilweise) funktioniert.
Domain Name System
Ruft man eine Internetadresse (z.B. dreikaisers.de) auf, wird dieser Text hinter den Kulissen in eine Zahlenfolge (IP-Adresse) umgewandelt. In unserem Falle ist das 80.237.132.192, eine IP-Nummer, die zur Firma HostEurope in Köln führt, auf deren Server dreikaisers.de und noch viele andere Webseiten liegen.

Die Umwandlung von der Internetadresse zur IP-Adresse übernehmen sogenannte DNS-Server (Domain Name System). Sie arbeiten ähnlich wie eine Telefonauskunft: man sagt einen Namen und erhält die zugehörige Telefonnummer. Welchen DNS-Server man verwenden möchte, kann man in den Interneteinstellungen festlegen, die meisten werden es aber bei den Grundeinstellungen belassen und den DNS-Server seines Internetanbieters (Telekom, Kabel Deutschland, etc.) nutzen. Man kann aber auch kostenlose Anbieter wie OpenDNS nutzen, die einige Zusatzfunktionen bieten oder besonders schnell arbeiten. Jeder Computer erlaubt diese Einstellungen.
Das Gesetz
Kommen wir zurück zum Gesetz und wie damit Kinderpornografie bekämpft werden soll.
Das Bundeskriminalamt erstellt Listen von Internetangeboten mit kinderpornographischem Inhalt. Diese Sperrlisten werden an deutsche Internetprovider gesendet, die dann ihre DNS-Server so manipulieren, dass bei Aufruf der Internetseiten eine Stoppmeldung erscheint. Bereits im April 2009 haben fünf Internetprovider (Deutsche Telekom, Vodafone/Arcor, Alice/HanseNet, Kabel Deutschland und Telefónica/O2) einen Vertrag mit der Bundesregierung unterschrieben, in dem sie die Umsetzung der Sperrlisten zusagen. Die Sperrlisten sind geheim. Kontrolliert werden die Listen stichprobenartig und mindestens quartalsweise von einem fünfköpfigen Gremium, das zum größeren Teil aus Richtern bestehen muss.
(Auf der Webseite des Bundesrats gibt es den vollständigen Gesetzestext.)
Der Nutzen
Mit dem Stoppschild wird praktisch ein Sichtschutz aufgestellt. Der Server mit dem Kinderpornografieangebot befindet sich immer noch dahinter. Nutzt jemand einen anderen DNS-Server als den der vertraglich verpflichteten Provider, erscheint das Stoppschild nicht. Er kann also einfach hinter das Stoppschild sehen. Die Sperre wirkt also nur bei völlig unbedarften Internetbenutzern. Von einer „Bekämpfung der Kinderpornografie“ kann in keinem Fall die Rede sein, eher von „Verstecken“. Es ist davon auszugehen, dass jemand, der Kinderpornografie betrachten will, auch in der Lage ist, seine Interneteinstellungen entsprechend zu ändern.
Die Gefahren
- Die Polizisten des Bundeskriminalamts (Exekutive) entscheiden zunächst allein, welche Internetseiten gesperrt werden sollen. Da eine Kontrolle durch ein richterliches Gremium (Judikative) nur stichprobenartig und im geringsten Falle nur vier mal im Jahr durchgeführt wird, wird hier die im Grundgesetz (Art. 20 Abs. 2 Satz 2) festgelegte Gewaltenteilung ignoriert.
- Die Anbieter von Kinderpornografie sind durch das Stoppschild rechtzeitig gewarnt und können schnell auf einen anderen Server umziehen und sich so der Sperrung und vielleicht sogar der Strafverfolgung entziehen.
- Dieses Gesetz schafft die Grundlagen für eine Zensur des Internets. Da die Sperrliste geheim ist, lässt sich nicht überprüfen, ob nicht auch andere Inhalte als Kinderpornografie gesperrt werden. Einige Politiker haben bereits die Ausweitung der Sperren auf andere Inhalte gefordert.
Kritiker: Löschen statt Sperren
Seit dem ersten Gesetzentwurf im April 2009 gibt es sehr viele Kritiker, die die Wirksamkeit des Gesetzes bezweifeln. Eine der ersten Forderungen war „Löschen statt Sperren“. Und in der Tat fragt man sich, warum die Anbieter von Kinderpornografie nicht sofort rechtlich belangt werden und ihre Server vom Netz genommen werden. Warum hängt man nur ein Stoppschild davor, das jeder einfach umgehen kann?
Familienministerin Ursula von der Leyen, die maßgeblich für das Gesetz verantwortlich ist, behauptet, dass Kinderpornografie in vielen Staaten legal ist und eine Strafverfolgung deshalb nicht möglich ist. Konkret spricht sie von 95 Nationen ohne entsprechende Gesetze.
… Die Polizei hat bereits eine Ermittlungsbefugnis. Das Problem ist, dass Kinderpornografie international nicht hinreichend verboten und verfolgt wird.
… Da aber in der Hälfte aller Staaten Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie entweder nicht unter Strafe steht oder nicht ausreichend sanktioniert wird, reichen in vielen Fällen polizeiliche Mittel allein nicht aus …
…und das zweite entscheidende Ziel muss sein: die Quellen löschen, da auf dem Server wo sie sind, aber da gerät man an seine Grenzen, wenn der Server zum Beispiel in Indien steht, ein hochkompetentes Land was Computertechniken angeht, aber ein Land, das keinerlei Form von Ächtung vom Kinderpornografie hat, da können sie nicht mehr löschen.
Diese Argumentation steht auf sehr wackeligen Beinen. Laut indischem Strafgesetzbuch von 1973 wird Kindesmissbrauch bestraft, jeder Akt mit Minderjährigen wird als Vergewaltigung angesehen. Seit Februar 2009 existiert zusätzlich ein spezielles Gesetz gegen Kinderpornografie in elektronischer Form.
Laut einer Recherche von Dirk Landau gibt es weltweit nur 12 bis 21 Länder, in denen es keine rechtliche Handhabe gegen Kinderpornografie gibt. Darunter befinden sich auch Länder, die nicht einmal die nötige Internet-Infrastruktur besitzen, um entsprechende Server zu betreiben.
Warum also werden Webseiten, die gegen bestehende Gesetze verstoßen, nicht einfach vom Netz genommen und deren Hintermänner strafrechtlich belangt? Ist es wirklich so schwer, Webseiten zu schließen?
Alvar Freude vom Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur hat die Probe aufs Exempel gemacht: er analysierte Sperrlisten anderer europäischer Länder und schrieb 348 Provider in 46 Ländern an, auf dessen Servern sich kinderpornographisches Material befinden sollte. Das Ergebnis: nach nur 12 Stunden waren bereits 60 Webauftritte gelöscht. Und das mit einer einfachen Email. Erschreckenderweise enthielten die Sperrlisten überwiegend Webseiten ohne zu beanstandenem Material. Auf der finnischen Sperrliste befanden sich sogar Webseiten, die sich kritisch über Internetsperren äußerten, ein klarer Fall von Zensur.
Kritiker: Sperren sind leicht zu umgehen
Auf auch die Kritik, dass die Sperren sehr leicht zu umgehen seien, hat Ursula von der Leyen eine Antwort:
Naja, wir wissen dass bei den vielen Kunden die es gibt, rund 80% die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder der jetzt zuhört, kann jetzt sich selber fragen: wen kenn’ ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann, die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20%, die sind zum Teil schwer Pädokriminelle, die bewegen sich in ganz anderen Foren, die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem wiederwärtigen Geschäft.
Ich muss das noch einmal wiederholen: Nach Meinung von Frau von der Leyen können nur 20% der Internetnutzer die Sperren umgehen und die sind zum Teil auch noch schwer „pädokriminell“. Mal abgesehen davon, dass ich diese Aussage in allen Punkten stark bezweifle: sollten nicht gerade die schwer „Pädokriminellen“ von der Kinderpornografie ferngehalten werden?
Kritiker: Das Gesetz hilft nicht gegen Missbrauch
Christian Bahls, selbst Missbrauchsopfer, gründete den Verein „Missbrauchsopfer gegen Internetsperren“ (MOGIS). In einem Interview mit der Sendung Zapp (NDR) sagte er:
Diese Demagogie, mit dem Sperrbegriff den Leuten zu suggerieren, die Inhalte wären danach weg, das ist einfach unlauter. Das geht nicht. Das geht überhaupt gar nicht und schon gar nicht bei diesem Thema. Dieses Thema ist extrem brisant. Die Regierung tritt hier auf den Gefühlen von Opfern herum. Weil wir doch ganz genau wissen, es geht doch gar nicht um uns.
Sie (Ursula von der Leyen) tut eben gerade nichts. Sie tut genau gar nichts. Sie macht jetzt hier Wahlkampfgetöse, sie macht genau das selbe, was in Familien passiert, wenn ein Missbrauch aufgedeckt wird. Da redet man nicht drüber. Das möchte keiner sehen und genau das ist es: es möchte keiner sehen und wir tun jetzt ein Stoppschild davor.
Auch er will, dass dass die Inhalte von den Servern gelöscht und nicht nur verdeckt werden.
Franziska Heine trat ebenfalls sehr früh gegen die Sperrungen ein, sie hat deshalb eine Online-Petition gegen das Gesetz eingereicht. Sie hält das geplante Vorgehen für undurchsichtig, unkontrollierbar und ohne Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit missbrauchter Kinder. Diese Petition war so erfolgreich wie noch keine zuvor. 134.015 Menschen haben sie mitgezeichnet. 50.000 Unterschriften sind notwendig, um vor dem Petitionsausschuss gehört zu werden. Leider ist diese erfolgreiche Petition seit dem 16.6.2009 in der parlamentarischen Prüfung und wird erst in der nächsten Wahlperiode weiter behandelt werden.
Schlechte Argumente und falsche Zahlen
Ursula von der Leyen führt viele Argumente an, um eine Sperrung von Webseiten zu rechtfertigen. Laut BKA stieg die Verbreitung von kinderpornografischen Bildern und Videos von 2006 auf 2007 um 111% an. Diese Zahlen kommen wohl u.a. durch die medienwirksame „Operation Himmel“ zustande, bei der zwar gegen 12570 Verdächtige Verfahren eingeleitet wurden, es aber scheinbar zu keiner Verurteilung kam. Trotzdem wurde die Zahl in die Statistik übernommen.
Die FDP stellte eine „kleine Anfrage“ (PDF) an die Bundesregierung und wollte damit in Erfahrung bringen, auf welchen Erkenntnissen die Aussagen Frau von der Leyens beruhen. Die Antworten wirken ahnungslos.
Auszug aus der Antwort der Bundesregierung:
4. In welchen Ländern steht Kinderpornographie bislang noch nicht unter Strafe?
Dazu liegen der Bundesregierung keine gesicherten Kenntnisse im Sinne rechtsvergleichender Studien vor…
6. Wie viele Server, auf denen sich kinderpornographische Inhalte befinden, stehen in Ländern, in denen Kinderpornographie nicht unter Strafe steht?
…Sie (die Bundesregierung) hat daher auch keine Informationen über Serverstandorte in solchen Ländern…
9. Über welche wissenschaftlichen Erkenntnisse verfügt die Bundesregierung im Zusammenhang mit der Verbreitung von Kinderpornographie, und welche Erkenntnisse zieht die Bundesregierung aus diesen Untersuchungen?
Die Bundesregierung verfügt über keine eigenen wissenschaftlichen Kenntnisse. …
10. In welchem Umfang plant die Bundesregierung die Vergabe einer wissen- schaftlichen Studie über das Ausmaß und Wege der Verbreitung von Kinderpornographie in Internet und Wege zur effektiven Bekämpfung solcher Inhalte?
Die Bundesregierung plant derzeit nicht die Vergabe einer wissenschaftlichen Studie. Sie geht aber davon aus, dass im Zusammenhang mit der Evaluierung des Gesetzes zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen (nach dem vorliegenden Entwurf innerhalb von 2 Jahren nach Inkrafttreten) eine umfassende Untersuchung in Auftrag gegeben wird.
11. Welche Sperrlisten anderer Länder hat die Bundesregierung untersucht?
Die Bundesregierung hat keine Sperrlisten untersucht. …
13. Wenn ja, wurden diese Angebote in Deutschland geschlossen, und wenn nein, warum nicht?
Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die polizeiliche Veranlassung der Schließung krimineller Angebote Sache der Länder ist. …
17. Auf welche Datengrundlage stützt sich die Bundesregierung bei der Einschätzung des kommerziellen Marktes für Kinderpornographie in Deutschland?
Die Bundesregierung verfügt über keine detaillierte Einschätzung des kommerziellen Marktes für Kinderpornographie in Deutschland. …
Die namentliche Abstimmung (PDF) über den Gesetzentwurf fand am 18.6.2009 statt.
| Ja | Nein | Enthaltung | Nicht abg. | |
|---|---|---|---|---|
| CDU/CSU | 198 | 1 | - | 24 |
| SPD | 190 | 3 | 3 | 26 |
| FDP | - | 54 | - | 7 |
| Die Linke | - | 36 | - | 17 |
| Grüne | - | 33 | 15 | 3 |
| fraktionslos | 1 | 1 | - | - |
Meine persönliche Meinung
Ich halte dieses Gesetz für sinnlos, weil die Maßnahmen mit einfachsten Mitteln zu umgehen sind. Kein Kind wird dadurch vor Missbrauch geschützt.
Wir haben bereits Gesetze gegen Kinderpornographie, mit denen sich bestehende Server schließen und deren Betreiber bestrafen lassen. Wenn das Bundeskriminalamt Sperrlisten anlegen kann, wieso kann es nicht einfach die Serverbetreiber ermitteln, das Material per Gerichtsbeschluss entfernen lassen und die Täter zur Rechenschaft ziehen? Der Serverstandort ist sogar ohne Vorratsdatenspeicherung einfach herauszufinden, hier zum Beispiel mit unserer IP 80.237.132.192.
Ich will gar nicht behaupten, dass die Bundesregierung mit dem Thema Kinderpornografie bewusst versucht, den Grundstein für ein unkontrollierbares Zensursystem in Deutschland zu installieren. Ich glaube eher, dass sie gar nicht genau weiß, was sie da in Gang setzt. Wahrscheinlich möchte Ursula von der Leyen tatsächlich etwas gegen Kinderpornografie unternehmen, hat sich aber von Beginn an schlecht beraten lassen. Vermutlich schlägt sie die Kritik von Experten nicht in den Wind, weil sie beratungsresistent ist, sondern weil sie inzwischen einfach nicht mehr zurückrudern kann. Schließlich herrscht Wahlkampf im Land. Und dazu ist ein Totschlagthema wie Kinderpornografie bestens geeignet.
Das ganze hat aber auch etwas positives: viele, die Politik vorher langweilig fanden, finden nun Interesse daran. Wenn auch aus Ärger darüber, wie Politiker populistisch und ohne Themenkenntnis Gesetze verabschieden.
Max Winde hat es auf Twitter in einem Satz zusammengefasst:
Dienstag, 25.08.2009, 21:34
Finnley ist 2 Jahre, 10 Monate alt
2 Jahre, 3 Wochen bis zu Jaspers Geburt
Schönes Wochenende
Ich hatte mir letzte Woche bereits Donnerstag freigenommen, damit unser kleiner Bonn-Trip nicht zu stressig wird. So konnten wir in Ruhe vorbereiten und unsere sieben Sachen zusammen packen. Am Freitag fuhren wir gegen elf Uhr los und brauchten für die 460 Kilometer insgesamt sechseinhalb Stunden. Dementsprechend müde waren wir bei der Ankunft, wurden aber sehr herzlich in der Pension Ley empfangen, bei der wir die erste Nacht verbringen würden. Wer also mal eine charmante Unterkunft mit schön ausgestatteten Zimmern in Bonn sucht, ist hier gut aufgehoben. Die lange Hinfahrt hat Finnley übrigens bemerkenswert gut mitgemacht.
Und dann war es endlich soweit! Nachdem wir uns hier alle das letzte Mal zusammen gesehen hatten, hatte es nun tatsächlich mal geklappt: Wir fuhren zu Simone, Konrad und Gregor. Unglaublicherweise spazierte Finnley einfach in die Wohnung, hockte sich hin und spielte mit Gregors Spielzeug. So, als hätten sich die beiden Jungs gestern erst gesehen. Entweder kann sich Finnley daran erinnern schon einmal hier gewesen zu sein oder Blut ist tatsächlich dicker als Wasser... Wir vier Großen konnten uns tatsächlich ungestört unterhalten, in Ruhe essen und unsere beiden Kinder einfach sich selbst überlassen.
Der Abend war ob der fortgeschrittenen Stunde leider viel zu schnell vorüber, aber wir hatten ja noch den ganzen nächsten Tag. Vorsorglich zogen wir Finnley schon mal den Schlafanzug an und putzten seine Zähne, aber er schlief nicht wie angenommen im Auto ein. Mir schwante Übles, denn immer - und wirklich IMMER IMMER IMMER- wenn wir außerhäusig übernachteten, war die Einschlafarie des kleinen Kaisers der blanke Horror. Und auch hier Überraschung deluxe! Finnley ließ sich anstandslos ins Bett legen, schob kurze Zeit später seine Spielzeuge zur Seite, drehte sich um und schlief seufzend ein.
Pünktlich um sieben Uhr wurde ich durch Verhörbeleuchtung und ein fragendes „An?” von unserem kleinen Scherzkeks geweckt. Er hatte meine Nachttischlampe angemacht, die genau vor meiner Birne stand und dann noch mal vorsorglich nachgefragt. Nachdem wir aus der Pension ausgecheckt hatten, haben wir ein langes gemütliches Frühstück bei meiner Schwester und ihren Jungs genossen. Das Bild, das die beiden Knirpse abgaben, ähnelt stark dem von gestern... Nachdem wir alle wunderbar gestärkt waren, ging es los in die Innenstadt zum Shoppen. Ich persönlich finde Bonn, was das angeht richtig klasse.
Wir haben ein paar schöne Teile in einem Kinderladen gefunden, hatten unseren Spaß bei Butlers (hier vor allem Finnley, indem er verschiedene Einkaufswagengrößen ausgiebig testete), erstanden neues Tragegerät bei Kult (die große Schwester gibt jetzt die Miss Perfect, während meiner einer einen auf Jelly Bohne macht) und neuen Nippes bei Cult. In einem Kurzwarenladen fand ich endlich den selbstlöschenden Stift für meine Nähversuche und bei WMF probierten wir ein rattenscharfes Messer aus. Nach einem kleinen Päuschen vor einer Eisdiele, stöberten wir noch in einem meiner Lieblingsläden, um dann schwer bepackt zurück zum Domizil zu fahren.
Erneut gestärkt durch Pflaumenkuchen lag nun noch die richtige Anstrengung des Tages vor uns: Der Oelberg! Der steile Aufstieg brachte mich fast an meine Grenzen; ich spürte tatsächlich meinen Puls auf der Kopfhaut pochen! Konrad trainierte derweil für den Ironman, indem er, Gregor auf den Schultern, Finnley im Buggy vor sich rauf schob. Respekt, mein Lieber!
Oben angekommen wurden wir mit einem sensationellen Blick auf den Drachenfelsen und den Rhein belohnt. Und nach ein, zwei Weizen waren wir auch wieder fit für den Abstieg. Finnley und Gregor mussten wir allerdings erstmal mit kleinen Filmchen auf dem iPhone ruhig stellen. Die beiden waren schon etwas über die Zeit.
Also schnell noch etwas einkaufen, ab nach Hause, kochen, essen, die Kinder bettfertig machen, ins Bett bringen und den restlichen Abend genießen! Finnley schlief wieder sensationell unspektakulär in seinem Bettchen ein und Gregor ratzte einfach auf dem Sofa weg. Auch wir fanden irgendwann ziemlich gerockt den Weg in die Betten. Am nächsten Morgen wurde ich geweckt durch ein „Mama, Tuta?” Was so viel bedeutet wie: „Mama, darf ich den Computer haben?” Ja, klar. Ist ja auch schon zwanzig nach sieben *augenreib*.
Da wir zum Frühstück bei Isa verabredet waren, tranken wir zum Abschied noch ein Teechen und packten unsere sieben Sachen, inzwischen neun, wieder zusammen. Gregor und Finnley spielten noch ein wenig mit dem Tuta, während sich Konrad im Hintergrund seinem kniffligen Puzzle widmet. Immerhin fanden wir auch jeder ein Teilchen
Die beiden Jungs haben während der eineinhalb Tage fast alles geteilt und besonders bemerkenswert ist, dass Gregor überhaupt keinen Anspruch auf seine Sachen gestellt hat, sondern Finnley mit allem spielen ließ. Phänomenal! Das habe ich noch mit keinem anderen Kind erlebt.
Nun hieß es Abschied nehmen (hoffentlich nicht wieder für eineinhalb Jahre!!!) und kurze Zeit später saßen wir schon bei Isa in ihrer unglaublich schönen Wohnung und frühstückten. Bei den Mengen, die sie eingekauft hat, erwarteten wir noch eine Busladung Gäste, aber die blieb aus. Finnley war ob der neuen Umgebung zuerst etwas betreuungsintensiver, beschäftigte sich aber bald ausgiebig mit den elektrischen Aussenjalousien, so dass wir uns in Ruhe unterhalten konnten. Leider waren auch hier zwei Stunden viel zu wenig, aber besser als nix.
Ich hoffe, dass sowohl Simone mit ihren beiden Jungs als auch Isa bald mal nach Hamburg kommen. Weniger wünsche ich ihnen allerdings ein fast siebenstündige Fahrt mit einer fast durchgängigen Baustelle von Bremen bis Hamburg. Und schon gar nicht die 2 Stunden Fahrt, die wir für die ersten 50 Kilometer gebraucht haben. Aber Finnley hat wieder prima durchgehalten und ich war so pfiffig Montag frei zu nehmen ![]()
Montag, 24.08.2009, 21:21
Finnley ist 2 Jahre, 10 Monate alt
2 Jahre, 3 Wochen bis zu Jaspers Geburt
back aus BNOK
Wir sind gestern Abend wieder gekommen. Es war einfach wunderbar. Die Hin- und Rückfahrt war allerdings ziemlich anstrengend und so war's das erstmal für heute. Mehr dann morgen ![]()
Freitag, 21.08.2009, 14:02
Finnley ist 2 Jahre, 9 Monate alt
2 Jahre, 4 Wochen bis zu Jaspers Geburt
BNOHOK wir kommen!
Liveblogging deluxe: Niemand, aber auch wirklich niemand hatte noch daran geglaubt! Wir sind tatsächlich auf dem Weg nach Bonn! Momentan fahren wir an Bad Oyenhausen vorbei. Die Hälfte der Strecke liegt hinter uns. In wenigen Stunden treffen wir meine Schwester und ihre Jungs ![]()


























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