Sonntag, 16.05.2010, 15:14
Finnley ist 3 Jahre, 6 Monate alt
1 Jahr, 4 Monate bis zu Jaspers Geburt
Wer nicht hören kann...
Gestern verschwand Finnley zum Spielen und ward nicht mehr gesehen. Normalerweise lässt er sich ab und zu wieder blicken oder wir sehen nach ihm. Als die gefühlte Zeit überschritten war, bin ich ihn suchen gegangen. Da ich ihn nicht fand, wollte ich mein Fahrrad holen, um ihn zu suchen. Da kam eine Nachbarin, die gerade mit dem Auto weggefahren war wieder zurück, um zu fragen, ob wir wüssten, dass Finnley vorne an der Straße spielen würde?! Waaaaaaah! Ich schwang mich auf mein Rad mit Platten und düste vorn zur Straße. Da stand schon eine andere Nachbarin und passte auf Finnley auf, der am Straßenrand auf seinem Bobbycar sitzend vor sich hin erzählte.
Völlig verärgerte versuchte ich ihm klar zu machen, wie gefährlich das wäre, dort zu spielen und, dass wir vereinbart haben, dass er uns Bescheid geben muss, wenn er wegginge. Ich zeigte ihm eine Stelle, die für ihn eine Grenze bedeutete. Bis hier darf er spielen, weiter zu gehen ist verboten, denn dann könnten wir ihn vom Haus aus nicht mehr sehen. Ich fragte ihn, ob er das verstanden hätte, ich fragte ihn, was er denn verstanden hätte. Mir schien, dass er es verstanden hatte.
Tja und heute sollte ich eines Besseren belehrt werden. Kaum hatte sich Finnley aufs Dreirad geschwungen, düste er auch schon wieder in Richtung Straße. Ich schnappte ihn mir und sein Dreirad und dann ging es wieder ab nach Hause. Draußen Spielen ist für heute gestrichen! So langsam muss Monsieur wohl mal Bekanntschaft mit Konsequenzen machen...









Liebe Yvonne, ich hab jetzt lange überlegt, ob ich was dazu schreibe oder nicht...
Erwartet Ihr nicht zu viel von Finnley? Ich kann mir nicht vorstellen, dass er in der Lage ist, dauerhaft und verlässlich die Grenze, die er nicht überschreiten darf, zu respektieren. Ich glaube, so etwas können vielleicht sehr vernünftige 5jährige aber keine 3jährigen. Unser Kleiner ist ja ungefähr so alt wie Finnley. Ich würde ihn nie allein draußen spielen lassen. Andere Konsequenzen werden in dem Alter doch keinen Erfolg bringen.
Liebe Kaanu, vielen Dank für Deinen Kommentar!
Vermutlich hast Du recht. Hier geht es quasi gar nicht anders, als die Kinder draussen spielen zu lassen. Man kann sie einfach nicht jede Sekunde dabei im Auge haben, da sie hier im Pulk spielen und zum Teil auch in den Nachbarsgärten unterwegs sind.
Ich finde es auch großartig, dass Finnley dieses kleine bisschen Freiheit in einem recht eng gesteckten Rahmen genießen kann.
Vermutlich ist er aber tatsächlich noch nicht so weit zu verstehen, wozu diese Grenze notwendig ist und wird sich auch nicht konsequent daran halten.
Ich werde versuchen statt Sanktionen auf eine andere Art dem Ganzen gerecht zu werden. Und dafür habe ich Deinen Kommentar gebraucht. Danke Dir!
(Draußen sich frei bewegen können ist toll!)
Wider meiner und Kaanus Erwartung scheint es doch gewirkt zu haben. Vor ein paar Tagen konnte ich beobachten, wie eine Freundin von Finnley die magische Grenze übertrat und Finnley sie davon überzeugte zurück zu kommen. Da sie unmittelbar an dieser imagin