Freitag, 14.05.2010, 22:40
Finnley ist 3 Jahre, 6 Monate alt
1 Jahr, 4 Monate bis zu Jaspers Geburt
Floating
Ich sollte Yvonnes Vatertagsüberraschung anhand eines Pakets Meersalz und einiger Federn erraten. Ein Hubschrauberflug übers Meer? Nein. Pökelfisch im Vogelpark Walsrode? Nö. Urlaub am schwarzen Meer? Fast.
Wasser mit hohem Salzgehalt hat einen derartig hohen Auftrieb, dass man sich darauf legen kann und förmlich schwebt. Genau diesen Effekt macht sich das „Floating“ zu nutze. Und das mir, einem Fast-Nichtschwimmer, der Wasser eher wenig Vertrauen schenkt. Aber die Neugier war stärker als die Furcht. Also machten wir uns am Vatertags-Brückentag auf zum Entspannungs-Floating, während Finnley sich im Kindergarten vergnügte.
Ich hatte ja Bedenken, dass uns ein Salzwasserschwimmbad erwartet, in dem sich schon 20 Leute treiben lassen und man vorher durch zu kleine Umkleidekabinen geschleust wird. Diese Sorge konnte ich aber schon im Eingangsbereich von Float fallen lassen: schönes, schlichtes Design, freundliche Mitarbeiter, die geduldig alles erklären (und ein schicker iMac auf dem Tresen
). Wir wurden dann in unseren Floating-Raum geführt und erhielten noch eine freundliche Einweisung. Der Raum hat neben dem ca. 4 m2 großen Becken auch eine Dusche und auch sonst noch genügend Platz.
Also ab ins Wasser. Ein komisches Gefühl, wenn bereits beim Sitzen die Beine nach oben treiben. Man kann sich tatsächlich einfach hinlegen und treibt auf dem Wasser. Nur meinen Kopf wollte ich noch nicht so richtig nach hinten legen. Durch die leise Musikberieselung und das angenehm schwache Licht (und den langsam schmerzenden Nacken) ließ ich den Kopf dann doch langsam sinken, bis irgendwann auch die Ohren unter Wasser waren. Obwohl ich das sonst überhaupt nicht mag, begann die eigentliche Entspannung erst jetzt. Wenn man sich so schwerelos treiben lässt, die Geräusche unter Wasser gedämpft, spürt man kaum noch etwas. (Außer wenn der kleine Zeh zwischendurch sanft an den Beckenrand stößt oder die Fingerspitzen So verging die Stunde auch ziemlich schnell und hinterher war ich tatsächlich ruhig, entspannt und zufrieden.
Anschließend hat mich Yvonne noch ins Sapa zu einem leckeren vietnamesischen Mittagessen eingeladen.
Herrlich. Ein toller Tag. Das werden wir auf jeden Fall wiederholen.








