Freitag, 17.11.2006, 00:23
Finnley ist 3 Wochen, 3 Tage alt
4 Jahre, 10 Monate bis zu Jaspers Geburt
Beruhigungstherapie
Wir haben Glück. Sehr viel Glück. Finnley schreit fast nie. Eigentlich schreit er nur, wenn er Hunger hat und nichts zu futtern bekommt. Und das kommt eben fast nie vor, Mutti ist halt immer vor Ort. Mit wenigen Ausnahmen: auch Mütter müssen mal aufs Klo, telefonieren, ein schmackhaftes Essen zubereiten oder ein ebensolches verspeisen. Wenn ich zuhause bin, versuche ich natürlich alles, um den möglichen Schreianfall zu verhindern. Dazu habe ich inzwischen einige Tricks herausgefunden.
Direkt nach der Geburt ließ sich Finnley sehr einfach beruhigen: Ein einfaches Streicheln der Wange genügte, um ihn zu beruhigen.
Nach und nach musste ich allerdings feststellen, dass Berührungen des Kopfes ihn mehr nervten als beruhigten. Ein Streicheln seines kleinen Köpfchens wurde von ihm mit glaubhaften Unwohlseinsbekundungen erwidert. Ok, fällt das schon mal weg.
Die nächste Aktion entspannt ihn in 2 Minuten mit abruptem Erreichen einer Tiefschlafphase: Ich habe ihn heftig durchgeschüttelt. Bevor nun das Jugendamt Alarm schlägt: Ich meine kein Rütteln bis der Hals bricht, sondern ein (im Liegen) Wackeln an der Hüfte, das seinen ganzen Körper in Schwingung versetzt.
Auch das ist aber kein Standard, der sich von nun an immer anwenden lässt: gestern hatte Finnley einen derartigen Kohldampf, dass er mir fast den Finger abgekaut hat. Eigentlich war klar: Entweder er darf jetzt an die Brust oder er brüllt das ganze Wohngebiet zusammen. Wange streicheln, durchschütteln: wirkungslos. Trotzdem schaffte ich es, ihn zum Einschlafen zu bringen: mit leichten, aber rhythmischen Klapsen auf den Hintern. NEIN, ICH SCHLAGE MEIN KIND NICHT! Aber dieses leichte Klappern an der Kiste honorierte Finnley in weniger als 5 Minuten mit einem absolut tiefen Schlaf! Dabei wollte ich ich ihn nur 10 Minuten hinhalten, bis Yvonne wieder verfügbar war.
Leider gibt es keine standarisierte Notfallprozedur, um ein wenige Wochen altes Kind zu beruhigen. Man muss eben alles ausprobieren. Immerhin gelten die Methoden einige Tage. Dann fängt die Erkundung wieder von vorn an…
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*hihi* das mit den Klapsen auf den gepolsterten Babypo hab ich auch schon probiert. War zufall, aber er hat sofort reagiert und war plötzlich ruhiger. naja, geschlafen hat er nicht wirkllich, aber sein bauchweh hat er kurz vergessen.
das muss ich mir merken
Jawohl! Das Poporütteln und Popoklapsen hat bei uns auch immer Wunder gewirkt. Bis in den Schlaf hinein, teilweise gings sogar nicht ohne.
... also ICH glaube Euch kein Wort ... das Jugendamt ist bereits allarmiert (und die Kameras im Haus sind auch schon installiert) !
*kicher*