Mittwoch, 05.09.2007, 10:28
Finnley ist 10 Monate, 1 Woche alt
4 Jahre, 2 Wochen bis zu Jaspers Geburt
Ich hätte da ja noch etwas zu erzählen...
Ich hätte da schon das ein oder andere zu erzählen, momentan fehlt dazu nur die Lust.
Da werden Blogs geschlossen, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Dort wird eins zugemacht, das dann aber gleich wieder aufgemacht wird. An anderer Stelle wird die Glaubwürdigkeit angezweifelt und das Blog so wiederum madig gemacht. Hinzu kommen zwei sehr traurige Abende durch die traurige Nachricht vorgestern in Tanjas Blog, den Beitrag auf Arte und neue traurige Neuigkeiten gestern in Tanjas Blog. Was gestern Abend dazu führte, dass ich meinen sich in Tränen aufgelösten sich gegen den Schlaf wehrenden kleinen Jungen fast heulend erdrückt hätte. Dann kommt noch eine Prise von diesem oder jenen dazu und ich fühle mich wie gelähmt, und ich habe keine Lust. Zwei Beiträge hatte ich schon angefangen und wieder gelöscht. Wobei ich mich keinesfalls an der Grundsatzdiskussion über das Bloggen beteiligen möchte. Ich möchte, dass Finnley später einmal nachschauen kann, wie er sich entwickelt hat, was er wann gelernt hat, was wir alles mit ihm gemacht oder auch nicht gemacht haben.
Also werde ich alles, was ich noch zu erzählen habe, erzählen.









Lass dich mal drücken meine Liebe! Und deinen kleinen Racker auch gleich noch mit... Das Leben ist manchmal einfach ungerecht und in manchen Situationen bricht alles über einem zusammen. Die Tränen laufen auch gerade bei mir. Komm´, raus aus diesem Loch. Schau dir Finnley an, knuddel ihn und freu´ dich über euer Glück.
Ach je, da drücke ich auch mal virtuell! Aber eine bessere Aufmunterung als Deinen süßen Knirps gibt es doch nicht, oder? Freue mich, dass Du aber weiter schreiben willst :o)
Mensch Süße! Das das Leben ungerecht ist, haben wir schon wie oft feststellen müssen- auch wenn es uns selbst vielleicht (noch)(hoffentlich NIE) getroffen hat...
[Ein Aufmunterungspäckelchen ist schon unterwegs- gerade rechtzeitig, wie ich gerade feststellen darf...]
Während mein schlafloses Kerlchen sich grad um meinen Schreibtischstuhl wickelt und dabei zärtlich zirpt, versuche ich auch, Dir ein wenig Trost zuzuschreiben (nun trommelt er weinend mit den Fäusten auf den Boden). Ich drück Dich jedenfalls auch mal ganz dolle von hier aus und finde es gut, dass Du weiter schreiben willst. Sonst vermiss ich doch was. Die Bloggereiquerelen sind an mir vorbeigegangen. War es so schlimm?
Ich knuddel meine Mäuse auch den ganzen Tag. Und wenn ich es gerade nicht tue, heule ich mir die Augen aus dem Kopf.
Es ist schrecklich, so nah den Tod zu spüren. Es ist gerade so, als ob der Krug dieses Mal an uns vorbei gegangen wäre. Eine von acht Müttern hat es erwischt - wir verbleibenden sieben sind sprachlos, fassungslos, traurig und doch auf perverse Art froh, dass unsere Kinder noch leben.
Aber sich von dem Sensemann Angst einjagen lassen? Nein! Jetzt lachen wir erst recht und lieben und knuddeln und freuen uns an unseren Kindern. Und denken ständig an die, denen es so abgrundtief beschi**en geht und hoffen, dass wir da sein können, sie auffangen und zurück ins Leben holen können. Denn für die Eltern muss es die Hölle auf Erden sein.
Ihr Lieben, vielen Dank für Eure aufmunternden Worte!
Liebe Tanja, ich muss viel an Dich denken. Es ist grausam so nah an einem Kindstod zu sein und ich kann gut verstehen, wenn Deine Gefühle von fassungslos bis froh gehen. Und ich kann allen nur recht geben, dass wir uns immer wieder vergegenwärtigen sollten, was für ein Glück wir mit unseren Kindern haben, dass dies nicht selbstverständlich ist und dass wir ihnen gar nicht genug Liebe und Aufmerksamkeit schenken können. Ich wünsche Dir, dass Du in Deiner eigenen Traurigkeit die Kraft findest, diese Familie zu unterstützen und dass Du sie ein Stück ins Leben zurück holen kannst.
so traurige nachrichten hier.....lass dich auch von mir nochmal druecken...
und jetzt kopf hoch und weiter gehts...das leben muss genossen werden!!!!!!
Das ist fürchterlich traurig, was passiert ist und wohl der absolute Alptraum jeder Mutter. Die armen Eltern, das muß das schlimmste Erlebnis überhaupt sein.
Ich schrecke nachts immer noch hoch und gucke, ob Ben noch atmet. Aber laß dich davon nicht runterziehen und dir Angst einjagen, die dir die Freude am Kind vermiest.
Hey komm, laß dich drücken. Und ich bin froh, daß du den Blog nicht schließen willst, der würde mir fehlen.
oh, auch aus dem alten Pfarrhaus ganz liebe Aufbaugrüße an Dich (wenn auch etwas später). Irgendwie find ich gar nicht die richtigen Worte, aber ich wollte wenigstens doch gesagt haben, dass auch ich froh bin, dass Ihr weiter schreibt, dass man weiterhin teilhaben darf.
Für die allernächste Zeit wünsche ich Dir ganz viel Kraft und Freude mit Eurer kleinen Sonne...