Sonntag, 06.01.2008, 15:00
Finnley ist 1 Jahr, 2 Monate alt
3 Jahre, 8 Monate bis zu Jaspers Geburt
Der Switch zum am-Tisch-Esser
Habe ich schon einmal erwähnt, wie doof ich die meisten Bücher finde, in denen es um Babyernährung geht? Eigentlich nur aufgrund dieses einen Satzes „Ab dem 10. Monat ist das Kind am Familientisch mit.”! Ach so, echt? Und was ist, wenn das Kind da noch keine Zähne hat, so wie unseres? Und was ist, wenn das Kind sich einen Scheiß dafür interessiert, was auf dem Familientisch so Feines kredenzt wird, so wie unseres? Tja, liebe Leser, dann guckt Ihr in die Röhre! Denn in diesen Büchern ist dann Schluss mit weiteren Informationen. Kapitel geschlossen!
Nun ist es so, dass Finnley hauptsächlich noch Breie bekommt. Nebenbei futtert er viel Dinkelstangen, Reiswaffeln, Zwieback und Brot. Ab und zu haben wir auch schon versucht dieses Brot mal mit etwas Frischkäse zu beschmieren. Hier das skeptische Resultat:
Vom letzten Krampengymnastiktermin am Donnerstag brachte Michael den Leberwurst-Tipp börks mit, den ich mit Verwunderung auch schon häufiger gelesen hatte. Scheinbar stehen die Krötchen auf das Zeug. Kurzerhand hat Michael Leberwurst besorgt und Finnley ein Brot damit vorgesetzt. Er hat es tatsächlich gegessen, zumindest den Teil, den er nicht auf dem Fußboden oder im Hochstuhl verteilt hat. Gestern knöpfte er mir dann beim Frühstück mein Gouda-Brot ab. Okay, der Käse war wohl nicht sooo ganz nach seiner Mütze, aber ein bisschen hat er trotzdem davon gegessen. Übrigens erst das zweite Mal, dass er überhaupt Interesse an unserem Essen zeigte. Das erste Mal war Silvester, als er Isas Stück Kuchen viel interessanter größer befand als sein eigenes und es ihr einfach vom Teller mopste.
Heute habe ich ihm vor dem Frühstücksbrei erst mal ein Stück Leberwurstbrot in die Hand gedrückt, das er fröhlich wegmümmelte. Dann lieferte ich ein Stück Brot mit Frischkäse nach, was er zum Teil aß und nebenbei fütterte ich ihn mit seinem Brei. Der Switch zum am-Tisch-Esser hat begonnen, ganz ohne Buch











Oh ja, genau *so* lief das bei uns auch ab, von einem Tag zum anderen war das Mitessen dann auf einmal der Hit, ohne Zwang, ohne alles. Inzwischen will sie gar nichts anderes mehr, als alle anderen essen...
So läuft es bei uns auch und das steht so sogar auch in den "schlauen Büchern" die ich kenne. Wer schreibt denn den Blödsinn, das ein Kind ab dem 10 Monat am Familientisch mitessen soll ?!Vielleicht etwas veraltet?
Seriös wäre höchstens kann! theoretisch!, wobei das auch erst nach dem 12 Monat. meines Wissens, und dann sind sogenannte Ratgeberbücher doch nur ein Wegvorschläge!
Ich denke dass ihr das individuell für euren Sohn am besten entscheiden könnt.
Maja isst auch noch viel Brei, weil sie einige eben noch gerne mag. Brot findet sie auch nicht so den Hit, ab und an mal ein bißchen, aber wer sagt denn das das muss,Reiswaffeln, Obst( zur Zeit Mandarinen) und diese Früchteriegel von Alnatura dagegen sind der Hit. Also ich persönlich kenne sehr viele Kinder in dem Alter unserer Kinder, die noch hauptsächlich Brei essen, und die Kinderärzte haben da auch nichts gegen einzuwenden. Wichtig sind eher die Inhalts/Nährstoffe und deren Ausgewogenheit und nicht unbedingt, dass die Lütten schon alles essen, was wir Erwachsenen essen. Es gibt immerhin auch Kinder die nicht wie Maja und Finnley ein bißchen Zähne haben, sondern dann erst ihren ersten kriegen-auch noch normal, was machen die denn dann? Ich finde es auch nicht so sinnig, erst ein Jahr vorsichtig zu warten und dann sollen sie auf ein mal alles Essen?!. Ein schleichender Übergang ist da eher mein Fall. Ich lasse Maja von unserem Essen ein wenig probieren, wenn sie das auch möchte gut, wobei ich durchaus noch darauf achte, dass sie in einer Woche nicht zuviel durcheinander probiert (sie ist leider allergiegefährdet) und dann bekommt sie ansonsten ihre gewohnten Breie noch dazu. Langsam aber sicher möchte sie immer mehr das was wir essen und mag auch immer mehr mal etwas zerkleinern ( so viele Zähne hat sie auch noch nicht und eben noch keine Backenzähne, deswegen kann sie auch gar nicht alles zerkleinern. Gut kommt bei uns weiches Gemüse und Kartoffeln gekocht Natur mit etwas Butter und minimal gewürzt an, am liebsten asl Fingerfood, dann mit den Fingern quer ins Gesicht gestopft. Oder gestern gab es dann selbstgekocht Nudeln Bolognese, hat sie auch Fingerfood rausgemacht. (-; Wir schleichen uns also auch ganz gemütlich hinüber in die Familienkost und so bekommt es uns allen gut, wir haben und machen uns keinen Stress mit dem Essen und Maja hat und behält Freude am Essen.
Ihr macht das schon richtig!
Na, dann beginnt jetzt auch im Hause Kaiser das Rumgesaue beim Essen. Kleiner Tip: Schneide die Stücke noch etwas kleiner und gib ihm mal ne Gabel in die Hand. Tim war begeistert, als er mit ner Gabel essen durfte.
Ich habe mich auch nie darum gekümmert, was in Büchern steht. Ich hab zwar hunderte hier rumliegen, aber eher als Anregung.
Unsere Jungs haben beide das Tempo vorgelegt, jeder sein eigenes. So habe ich Jan mit 1,5 Jahren noch komplett füttern müssen, während Tim mit 11 Monaten alleine zu essen gebann und schnell jegliche Fütterungsversuche entsetzt abwehrte. Seit letzten Sommer stelle ich Tim seinen Teller nur noch vor die Nase und er ißt alleine. Super ist das. Ich kann auch wieder in Ruhe essen.
Alles kommt zu seiner Zeit, sag ich immer.
Sei froh, dass er sich so viel Zeit lässt. Hier kann man sich kein Brot machen, kein Bissen essen ohne dass Madame einen Wut-Ihr-lasst-mich-verhungern-Anfall bekommt. Bei Eliano war das genauso und er hat teilweise mehr gegessen als ich, so dass ich wirklich um jeden Happen für mich kämpfen musste.
Martha ernährt sich bis heute quasi ausschließlich (wenn's Brot gibt) von Frischkäse und Teewurst. (Leberwurst kann ich ihr nicht geben, da wird mir schlecht.) Morgens gibt's auf den Frischkäse etwas Marmelade, abends eben nicht. Eine Zeit lang mochte sie auch normalen Käse, der ist aber momentan wieder total out. Jeder so, wie er's mag. Und wir machen das auch mit klein schneiden und Gabel, geht prima!