Freitag, 25.01.2008, 08:09
Finnley ist 1 Jahr, 3 Monate alt
3 Jahre, 7 Monate bis zu Jaspers Geburt
Weit und breit kein Feierabend in Sicht
Seit Weihnachten ist Finnleys Einschlafverhalten am Abend unter alle Sau suboptimal. Unsere Hoffnung, dass sich nach dem Krankenhausaufenthalt Finnleys Schlaf etwas früher als gegen Mitternacht zeigen würde, ist dahin. Irgendwann am Abend, der kleine Kaiser verliert vor Müdigkeit bereits die Körperspannung, verfällt er in ein tiefes, herzzerreissendes Weinen. Schläft er aus Versehen ein, erwacht er kurz darauf wieder, meist von einem heftigen Zucken begleitet. Am besten schläft er dann gegen Mitternacht ein, vorausgesetzt wir sind bei ihm und der Fernseher ist eingeschaltet. Michael und ich haben langsam das Gefühl, dass er regelrecht Angst vorm Einschlafen hat. Nun kommt hinzu, dass Finnley seit zwei Tagen auch tagsüber sehr anhänglich ist und sich kaum mal mit etwas allein beschäftigt. Das Ganze führt im Moment dazu, dass Michael langsam am Rad dreht, weil er kaum etwas gebacken bekommt, wir beide überhaupt keine Zeit mehr für uns haben, ich viel zu spät ins Bett gehe, damit ich überhaupt noch irgendwie einen Feierabend habe, wir beide viel zu wenig Schlaf bekommen, Michael und ich also ganz schön im Eimer sind. Wir wissen beide, dass Finnley viel durchgemacht hat, mit dem Feiertagstrubel, der Elternzeitwechselei, der Operation und dem Krankenhausaufenthalt, aber irgendwann kann man einfach nicht mehr. Was mich etwas beruhigt, ist die Tatsache, dass es ein typisches Verhaltensmuster in diesen Phasen gibt. Wenn Finnley anhänglich wird, kehrt meist bald wieder so etwas wie Normalität ein. Darauf hoffe ich jetzt mal
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Michael: Wenn es nur das wäre. Leider ist des kleinen Kaisers Essverhalten inzwischen extrem anstrengend. Gegessen wird nur noch, wenn man ihn beim Essen mit Spielzeug ablenkt. Am liebsten würde er nur noch Bockwürste und Butterkekse essen. Gemüsebrei geht gar nicht mehr. Das führt dazu, dass man den ganzen Tag nur mit Füttern beschäftigt ist und eben auch abends keine Ruhe bekommt. Soviele Überstunden habe ich zum letzten mal mit 25 Jahren gemacht. Inzwischen bin ich zu alt für sowas… ![]()









Das mit dem Essen kommt mir bekannt vor.
Enya ist momentan am liebsten auf meinem Schoß. Das hat sie noch nie gemocht eigentlich. Aber nun ist es so. Dabei braucht sie dringend einen Löffel und muss immer wieder in den Brei greifen dürfen, sonst kommt nix im Mund an.
Kommt mir irgendwie vor wie das Zen des Essens oder so. (..Essen durch Nichtessen, sozusagen..)
Naja, wollen wir mal hoffen, dass die Brut mal bald wieder zur "Normalität" zurück kehrt, sofern es die jeh gegeben hat.
Das mit dem Brei kenne ich. Bei uns hat es geholfen, dass es das Gemüse (gut durchgegart) in Stückchen gibt, die ggf. auch selbst (mit der Kindergabel oder dem Löffel) gegessen werden dürfen.
Er matscht zwar viel, das meiste wird aber gegessen!
*seufz* wie bekannt mir das alles vorkommt. Gut, Ben geht deutlich vor Mitternacht ins Bett - so gegen zehn, elf. Aber der rest: Anhänglichkeit, Eßverhalten...Zum Glück ist Ben etwas besser im Futter als der kleine Kaiser, daher mache ich mir gar keine Sorgen, wenn der mal eine Mahlzeit ausläßt (was inzwischen langsam zur Gewohnheit wird...*grrr*)
Auf jeden Fall kann ich mitfühlen, wie anstrengend das ist. Gerade dieses extreme Klammern macht mir sehr zu schaffen. Dabei gab es bei uns gar nicht so viel Trubel...bis auf den Urlaub vielleicht und daß ihm liebgewordene Leute fehlen...hmmm, das könnte es natürlich sein.
Wenn Ihr nicht schon dort oben im Norden wohnen tätet, würd ich ja glatt vorschlagen: Fahrt mal an die Nordsee mit dem kleinen Kaiser. Ja, ich weiß, total doofer Vorschlag. (Noch mehr Trubel, und sowieso geht das nicht wegen Arbeit...) Aber wenn Ihr gesehen hättet, was die kleine Dame dort oben dank Nordseeluft so alles in sich hineingeschaufelt hat, ohne Diskussionen und ohne Unterlass... man oh man... und durchschlafen war auch mal eben kein Thema mehr. Na gut, das hat sich, zurück im miefigen Rheinland, auch wieder drastisch zurückentwickelt. Essen bitte nur noch fein püriert und am liebsten Fruchtjoghurt oder Fleischwurst... na, eben genau so wie Ihr es beschreibt. Nur das schlafen klappt weiterhin ganz gut, war bei uns aber auch noch nie schwieriges Thema... Toi toi toi. Es ist definitiv eine Phase! Und es gibt ein Leben nach dem Drama! Haltet durch. Wir denken an Euch.