Sonntag, 24.12.2006, 23:59
Finnley ist 2 Monate, 1 Tag alt
4 Jahre, 8 Monate bis zu Jaspers Geburt
Unser 1. Weihnachten
Finnley hat wieder schön lange geschlafen, von halb zwölf abends bis kurz vor acht am Morgen. Herrlich! Nach dem Stillen sind wir dann alle noch mal geschmeidig eingeschlafen. um 11 Uhr (!) sind wir dann endlich aufgestanden. Auf meiner persönlichen Wunschliste stand Baden mit Finnley ganz oben. Das klappte soweit auch bestens. Er grinste sogar ab und zu mal. Als Michael ihn abtrocknete und ihm ein bisschen warme Luft gönnen wollte, schaltete er nicht nur den Fön ein sondern auch bei Finnley etwas um. Er fing an zu schreien und war nicht mehr zu beruhigen. Ich stieg aus der Wanne, weil ich hoffte dass er bei Muttis Stimme eventuell aufhören würde zu weinen. Schließlich tröste ich ihn auch sonst meistens, da ich ja momentan die meiste Zeit mit ihm verbringe. Aber nix da! Michael und ich waren schon etwas hilflos, da wir das bisher noch nicht erlebt hatten. Schließlich schlief er auf Michaels Arm ein.
Wir puzzelten noch etwas in der Bude rum, bis wir um 13 Uhr dann mal frühstückten (nennt man das um die Zeit noch so?).
Finnley hat von uns das Spieltrapez Drum & Dran von Haba bekommen, unter das wir ihn legten. Fand er auch ganz lustig, zumindest guckte er ganz gespannt auf den Greifring, der über ihm baumelte. Ich legte mich etwas zu ihm auf die weltbeste, ultracoole Krabbeldecke (siehe oben), die mir mein Team zum Abschied geschenkt hat. Die ist wirklich einmalig. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie wurde von einer Team-Kollegin selbst genäht!
Nebenbei bereiteten wir schon mal die Kartoffelmatsche für die Klöße zu, da die nach dem Rezept meines Vaters am besten heiß zubereitet wird und dann abkühlen soll. Während ich mich um Finnley kümmerte, hat sich Michael dann der Lammkeule angenommen, die mit einer Senfkruste heute unseren Gaumen erfreuen sollte.
Um 18 Uhr habe ich hier die leicht angekitschte (da stehe ich zu Weihnachten voll drauf!) Illumination gestartet. In allen Fenstern stehen Laternen, die ich angezündet habe und vor der Tür sind lauter Windlichter, die nun auch vor sich hin funzelnten.
Danach haben wir unsere vielen Geschenke ausgepackt. Wir haben nicht nur von meinen Eltern und meiner Schwester nebst Familie viele Päckchen zum Auspacken gehabt sondern zusätzlich auch noch Geschenke für Finnley von meiner lieben Freundin (und Trauzeugin) Anke aus Holland und von unseren Lieblingsnachbarn.
Wir saßen in einem Berg toller Geschenke und hatten... Hunger! Aber erst noch flugs mit unserer Familie in Bonn telefoniert, alles klar dort unten! Michaels Mutter erreichten wir leider nicht.
Nun war endlich Kloßtime! Nachdem wir zwischendurch nur noch Kaffee getrunken haben (mit ultrasüßer Daim-Torte. Lecker!), hatten wir jetzt richtig Schmacht! Für's erste Mal selbstgemacht waren die Klöße echt lecker. An der Konsistenz arbeiten wir noch mal, aber geschmacklich echt super! Die Lammkeule war so zart, dass sie auf der Zunge zerging. Die Kruste war dafür nicht ganz so der Burner, schmeckte aber zusammen mit dem Wein wiederum hervorragend. Alles in allem war das Essen lecker genug um sich leicht zu überfressen. Im Anschluss haben wir einen kleinen Spaziergang durch unsere Gegend hier gemacht. Finnley war den ganzen Tag nicht so gut drauf, er weinte häufig und war sonst etwas abwesend. Das Schuckeln des Kinderwagens beruhigte ihn und wiegte ihn in einen leichten Schlaf, der zu Hause aber auch sofort beendet war. Stilltime! Michaels Mutter haben wir auch noch erreicht.
Pünktlich um 23 Uhr schlief Finnley ein. Jetzt gucken wir gerade „Ist das Leben nicht schön?” Jo, finde ich auch, bis auf Finnleys kleine Verstimmung war alles toll heute
Nächstes Jahr feiern wir aber bestimmt wieder mit dem Rest der Familie!
Fotos werden nachgereicht.









Sehr schöne Deko und ein echt traumhafter Baum - verleitet zum Nachmachen
Grüße
Nachtrag zum Essen! Der weltbeste Wein zum Lamm und vor allem der Senf-Kruste ist von 2001 und heisst Côtes du Rhône „Cuvée Antique senimaros” von Cave de Cairanne. Zu finden bei Rindchen.
Und ich kann Herrn Rindchen nur beipflichten, wenn er über den Wein folgendes sagt: „Dieser Wein ist, verzeihen Sie die direkte Wortwahl, ein echter Hammer: Tiefdunkel, fast schwarz, mit enormer Konzentration und Lebendigkeit. Dabei aber perfekt ausbalanciert, nicht satt machend und von animierender Eleganz. Uralte Rebanlagen in exponierten Lagen wurden dafür ausgewählt. Ich habe mal ein paar australische Kultweine aus der 60-bis-100-Euro-die-Buddel-Liga probiert, die so ähnlich waren. Kein Wunder: Bis zu 130 Jahre alte Grenache- und Syrah-Rebstöcke sind ein traumhaftes Ausgangsmaterial für den ambitionierten Winemaker (Syrah ist der eigentliche Name für die Traube, die wir heute unter dem Namen Shiraz kennen...). Wer keine Lust hat, für die "Cuvée Antique" die von uns aufgerufenen 12,80 € pro Buddel auf den Tisch zu legen, ist original selber schuld und hat was versäumt. Setzen!”
Beim Bezahlen habe ich auch etwas hyperventiliert, aber es hat sich wirklich gelohnt diesen Wein zu kaufen!