Mittwoch, 10.11.2010, 12:12
Finnley ist 4 Jahre, 2 Wochen alt
10 Monate, 1 Woche bis zu Jaspers Geburt
U8 - Teil 1
Gestern war ich mit Finnley beim ersten Teil der U8. Und ich war ganz schön beeindruckt von meinem kleinen Sohn. Nicht nur, dass er das Gespräch mit der Sprechstundenhilfe komplett allein geführt hat, auch die Aufgaben hat er souverän gemeistert. Dass er fast alle Bilder benennen konnte, die ihm gezeigt wurden, hatte ich natürlich erwartet. Viel beeindruckender fand ich aber sein Verhalten, als er ein Bushaltestellenschild nicht deuten konnte. (Da wir fast nie Bus fahren, hätte es mich auch gewundert, wenn er es als solches erkannt hätte.) Anstatt peinlich berührt einfach nichts zu sagen oder rumzuhibbeln, stütze er das Kinn auf seine Hand, betrachtete das Bild aufmerksam und grübelte kurz. Dann sah er die Sprechstundenhilfe selbstbewusst an und sagte: „Das kenne ich nicht.“ Vielleicht klingt es albern, aber diese Situation selbsttätig zu einem Ende zu führen fand ich sehr erwachsen.
Auf dem Nachhauseweg kamen wir bei Budni (einer Drogerie) vorbei. Immer wenn wir da vorbeifahren, wird Finnley ganz aufgeregt und muss da unbedingt rein. Also tat ich ihm den Gefallen und ließ ihn ein Pixie-Buch aussuchen. Während ich mir Rasierklingen kaufte, zog Finnley sich eine Tüte Krümelmonsterkekse aus dem Regal. Als ich ihn bat, die wieder zurück zu bringen (schließlich haben wir noch Kekse), machte er kehrt und legte die Kekse wieder zurück. Ohne Murren. Vor der Kasse konnte er natürlich nicht an den Überraschungseiern vorbeigehen, ohne sich eins zu nehmen und auf das Band zu legen. Ich sagte ihm, dass er noch ganz viele Süßigkeiten von Halloween zuhause hat und er nicht auch noch ein Überraschungsei braucht, er war natürlich anderer Meinung. Ich bat ihn, das Ei trotzdem zurück zu legen. Und das tat er dann auch. Kein Theater, kein Bitten, kein Betteln, keine Unzufriedenheit. Situation friedlich gelöst. Die Kassiererin starrte uns mit offenem Mund an. Sowas hatte sie wohl noch nicht erlebt. Ich in diesem Maße auch noch nicht. Daraufhin musste sie ihm erstmal einen Lolly schenken. Hatte er sich auch verdient.
Und spätestens, seit Finnley heute morgen mitten im Anzieh-Wir-müssen-los-zum-Kindergarten-Stress ganz ernst „Papa, du bist mein bester Freund“ sagte, weiß ich ganz genau, dass ich den besten Sohn auf der ganzen Welt habe.
Samstag, 28.08.2010, 16:36
Finnley ist 3 Jahre, 10 Monate alt
1 Jahr, 3 Wochen bis zu Jaspers Geburt
Zweiohrküken
Wer mal begutachten möchte, woran ich in letzter Zeit so gearbeitet habe, kann sich mal die Blu-ray „Zweiohrküken“ von Warner Bros genauer anschauen. Ist der Player mit dem Internet verbunden, erscheint im Hauptmenü ein Button namens „BD-LIVE-VOD“. Darüber gelangt man zu einer kleinen Online-Videothek, in der man weitere Titel von Warner Bros ansehen kann. Bezahlt wird einfach per Handy. Man gibt seine Handynummer ein, erhält einen Code per SMS und wenn der eingegeben wird, startet der Film und der Leihpreis wird von der Mobilfunkrechnung abgebucht. Nun kann man den Film innerhalb der nächsten 48 Stunden anschauen.
Wer eine größere Filmauswahl möchte, wird bei Videociety fündig. Dort kann man sich genauso Filme direkt auf dem Blu-ray Player leihen, dazu muss man sich aber vorher anmelden und eine Videociety-Disc schicken lassen, ein Gutschein über 5 € ist darin enthalten. So kann man den Service kostenlos ausprobieren. Weiteres Guthaben kann man mit der Kreditkarte aufladen. Weitere Zahlungsarten wie PayPal oder Handy werden auch bald eingebunden.
Der Videociety-Trailer wird übrigens von Bruce Willis Manfred Lehmann gesprochen, die Hintergrundmusik ist von mir.
Beide Dienste funktionieren mit fast allen Blu-ray Playern, die BD-Live-fähig sind. Das ist seit April 2008 aber ohnehin Standard.
(Folgende Modelle funktionieren leider nicht, da ihre Firmware Fehler aufweist:
Samsung BD-P 1500/1595/1580/1600/2500/3600/4600 und LG BD 390/570.
Die Hersteller sind aber informiert und veröffentlichen hoffentlich bald eine korrigierte Firmware.)
Ich habe hier übrigens drei Videociety-Gutscheincodes à 5 Euro, die ich unter die Leute bringen möchte. Wer Interesse hat, darf das gerne in den Kommentaren kundtun. Bei mehr als drei Interessenten losen wir aus.
Donnerstag, 15.07.2010, 15:07
Finnley ist 3 Jahre, 8 Monate alt
1 Jahr, 2 Monate bis zu Jaspers Geburt
Zahn-Marathon
Heute hatte ich einen dreistündigen Zahnarzttermin. Eine Stunde Zahnreinigung und in den weiteren zwei Stunden wurden sieben(!) Zähne gebohrt, entamalgant und gefüllt. Und das alles ohne Betäubung. Es war aber nicht so schlimm wie es klingt. Das einzige was ich beim Zahnarzt nicht gut ertragen kann, sind die Gerätschaften im Mund, die mir des öfteren einen Würgereiz bescheren.
Selbst schuld, wenn man sich nicht oft genug um seine Zähne kümmert. Aber jetzt bin ich erstmal mit den wichtigsten Behandlungen durch. Puh…
Demnächst werde ich mich noch an zwei Stiftzähne und schönere Schneidezähne wagen. Aber das ist erstmal nicht so eilig.
Sonntag, 20.06.2010, 20:41
Finnley ist 3 Jahre, 7 Monate alt
1 Jahr, 3 Monate bis zu Jaspers Geburt
Trocken
Finnley ist ein wenig gemütlich und hängt bei einigen Dingen etwas hinterher. Auch bei der Windelnutzung. Aber fast immer holt er diese Dinge innerhalb eines Tages auf. Von heute auf morgen. Von jetzt auf gleich. Als wenn er alles vorher im Kopf durchspielen würde und es erst anwendet, wenn er es kann.
So auch beim Toilettengang. Am letzten Montag haben wir im gegenseitigen Einverständnis beschlossen, die Windeln wegzulassen. Und es funktioniert. Zuhause, im Kindergarten, beim Einkaufen. Sogar nachts. Schnips. Von heute auf morgen.
Zur Belohnung bekam Finnley gestern eine Lego-Feuerwehrstation, mit der er seitdem fast durchgängig spielt. Heute morgen musste er um 7 Uhr gleich runter ins Wohnzimmer und Feuerwehrmann Sam zum Häuser löschen und Menschen retten schicken.
Und wir konnten noch zwei Stunden im Bett vor uns hin dösen. Herrlich…
Freitag, 14.05.2010, 22:40
Finnley ist 3 Jahre, 6 Monate alt
1 Jahr, 4 Monate bis zu Jaspers Geburt
Floating
Ich sollte Yvonnes Vatertagsüberraschung anhand eines Pakets Meersalz und einiger Federn erraten. Ein Hubschrauberflug übers Meer? Nein. Pökelfisch im Vogelpark Walsrode? Nö. Urlaub am schwarzen Meer? Fast.
Wasser mit hohem Salzgehalt hat einen derartig hohen Auftrieb, dass man sich darauf legen kann und förmlich schwebt. Genau diesen Effekt macht sich das „Floating“ zu nutze. Und das mir, einem Fast-Nichtschwimmer, der Wasser eher wenig Vertrauen schenkt. Aber die Neugier war stärker als die Furcht. Also machten wir uns am Vatertags-Brückentag auf zum Entspannungs-Floating, während Finnley sich im Kindergarten vergnügte.
Ich hatte ja Bedenken, dass uns ein Salzwasserschwimmbad erwartet, in dem sich schon 20 Leute treiben lassen und man vorher durch zu kleine Umkleidekabinen geschleust wird. Diese Sorge konnte ich aber schon im Eingangsbereich von Float fallen lassen: schönes, schlichtes Design, freundliche Mitarbeiter, die geduldig alles erklären (und ein schicker iMac auf dem Tresen
). Wir wurden dann in unseren Floating-Raum geführt und erhielten noch eine freundliche Einweisung. Der Raum hat neben dem ca. 4 m2 großen Becken auch eine Dusche und auch sonst noch genügend Platz.
Also ab ins Wasser. Ein komisches Gefühl, wenn bereits beim Sitzen die Beine nach oben treiben. Man kann sich tatsächlich einfach hinlegen und treibt auf dem Wasser. Nur meinen Kopf wollte ich noch nicht so richtig nach hinten legen. Durch die leise Musikberieselung und das angenehm schwache Licht (und den langsam schmerzenden Nacken) ließ ich den Kopf dann doch langsam sinken, bis irgendwann auch die Ohren unter Wasser waren. Obwohl ich das sonst überhaupt nicht mag, begann die eigentliche Entspannung erst jetzt. Wenn man sich so schwerelos treiben lässt, die Geräusche unter Wasser gedämpft, spürt man kaum noch etwas. (Außer wenn der kleine Zeh zwischendurch sanft an den Beckenrand stößt oder die Fingerspitzen So verging die Stunde auch ziemlich schnell und hinterher war ich tatsächlich ruhig, entspannt und zufrieden.
Anschließend hat mich Yvonne noch ins Sapa zu einem leckeren vietnamesischen Mittagessen eingeladen.
Herrlich. Ein toller Tag. Das werden wir auf jeden Fall wiederholen.
Donnerstag, 13.05.2010, 22:52
Finnley ist 3 Jahre, 6 Monate alt
1 Jahr, 4 Monate bis zu Jaspers Geburt
Super Papa
Passend zum letzten Beitrag bekam ich von Yvonne zum Vatertag eine Tasse mit der Aufschrift „Super Papa“. Finnley hatte mir (vermutlich zur Entschuldigung für den „blöden Papa“) im Kindergarten einen Schlüsselanhänger-Schmetterling aus Holz bemalt. Außerdem wollten wir heute einen kleinen Abstecher ans Meer machen, nämlich nach Sankt Peter-Ording. Doch zuvor gab es noch etwas zu erledigen, es musste noch etwas Rollrasen unter Finnleys Stelzenhaus verlegt werden.
Am frühen Nachmittag machten wir uns endlich auf den Weg, um uns ein paar schöne Stunden am Meer zu machen.
Die eigentliche Überraschung war aber für den nächsten Tag geplant: Floating.
Mittwoch, 12.05.2010, 23:50
Finnley ist 3 Jahre, 6 Monate alt
1 Jahr, 4 Monate bis zu Jaspers Geburt
Blöder Papa
Weil Finnley heute einen Schokoladenriegel nicht vor dem Essen vertilgen durfte, zuckten bereits seine herunterhängenden Mundwinkel. Nachdem ich ihm den Deal vorgeschlagen hatte, doch jetzt eine Hälfte zu essen und nach dem Abendessen die andere Hälfte und ihm die erste Hälfte dabei schon entgegenhielt, eskalierte die Situation: Finnley begann zu weinen und zog sich wütend und schluchzend ins Gäste-WC zurück. (Ich finde die Geste, sich bei Wut zurückzuziehen sehr erwachsen…)
Von da an heulte Finnley fünfundvierzig Minuten lang und wiederholte dabei mantra-artig im Sekundentakt „Blöder Papa“. Zwischendurch kam er angelaufen und brüllte auf die Frage „Was ist denn eigentlich los, Finnley?“ nochmal extra laut „BLÖDER PAPA!“.
Auf den Arm nehmen half nicht, erklären, warum er auch mal was Richtiges essen muss half nicht, das Geheule, Geschreie und „Blöder Papa“-Mantra nahm kein Ende. Erst als ich ihm die erste, bislang völlig ignorierte Schokoriegelhälfte wegnahm und gegen die andere, noch eingewickelte Schokoriegelhälfte austauschte, hellte sich sein Gesicht auf. Ein breites Grinsen, ein glückliches „Ja“ und ein Schokolade in sich reinstopfendes Kind in einem. Verblüffend.
Die zweite Hälfte gab es wie abgesprochen nach dem Abendessen. Da war aber schon lange wieder alles in Ordnung.
Sonntag, 25.04.2010, 22:20
Finnley ist 3 Jahre, 6 Monate alt
1 Jahr, 4 Monate bis zu Jaspers Geburt
Häuslebauer
Am Mittwoch brachte uns der Lieferant vom Baumarkt dieses handliche, 250 kg schwere Paket und damit meine Beschäftigung für dieses Wochenende. Leider hatte ich Finnley schon erzählt, was da drin ist und er hatte schon mal ein ähnliches probegeklettert. Seitdem vergingen keine 10 Minuten ohne den Aufruf „Haus aufbauen!“.
Donnerstag abend wurden die ersten Teile imprägniert und Freitag ging es dann richtig los: der Schrein musste weichen, das Gerüst wurde aufgebaut und die Bodenanker mit Finnleys Hilfe verschraubt:
Da Yvonne sich von Freitag abend bis Sonntag nachmittag um ihre Ausbildung kümmern musste, konnte sie mir Finnley nicht abnehmen. Das war auch gar nicht nötig, denn er hat hervorragend mitgespielt. Nicht nur dass er wirklich mitgeholfen hat, er war auch absolut pflegeleicht, hat sich alleine oder mit den Nachbarskindern beschäftigt. Das konnte natürlich nicht über alle drei Tage gutgehen, deshalb hat Nachbarin Novka Finnley gestern auf eine ausgedehnte Einkaufstour mitgenommen. So hatte ich genug Zeit und Ruhe, das Fundament zu basteln.
Heute morgen ging es dann mit hoch gestecktem Ziel weiter: das Haus musste heute komplett aufgebaut und wasserfest gemacht werden, denn der Wetterbericht verspricht für morgen ganztägigen Regen.
Dank der Hilfe von Nachbar Olli kamen wir ganz gut voran. Die Dachpappe hätte ich ohne seine Hilfe überhaupt nicht in den Griff bekommen. Das Haus ist nämlich verdammt hoch und normale Leitern reichen da nicht aus. Olli hat da aber seine eigenen Methoden:
Finnley träumte derweil vor sich hin. Die letzten beiden Tage waren auch für ihn sehr anstrengend. Die Aufregung, den ganzen Tag frische Luft, mitbauen bis 20:30 Uhr, das ganze spannende Hantieren mit dem Werkzeug – da kann man schon mal ein wenig schlappmachen. Da geht gerade eine ganze Menge vor im Kopf des kleinen Herrn Kaisers.
Auch ich bin jetzt fix und fertig. Gestern abend um 20:30 Uhr habe ich es noch geschafft, Kartoffeln und Spargel zu schälen, alles auf den Herd zu stellen, am Haus weiter zu arbeiten und 20 Minuten später „Essen ist fertig“ zu rufen. Heute kann ich kaum noch meine Arme heben. Ich könnte jetzt ein Wochenende gut gebrauchen…
Das Haus ist jetzt regenfest. Nach und nach kann ich mich jetzt um den Anstrich (Schweden-style rot/weiß) und um die Gimmicks kümmern.
Freitag, 19.03.2010, 19:59
Finnley ist 3 Jahre, 4 Monate alt
1 Jahr, 6 Monate bis zu Jaspers Geburt
Auf der Autobahn nachts um halb acht
Frage: Wenn man sich auf dem Weg von Quickborn nach Hannover einen Reifen platzen lassen will, wo macht man das am besten?
Antwort: Am besten bei Fallingbostel. Dann ist der Weg nach Hause ungefähr genauso lang wie der zum Ziel.
Das wusste wohl auch Yvonne. Die steht nämlich gerade mit geplatztem Reifen an der A7. Bei Fallingbostel. Und wir wissen noch nicht genau, ob ich sie nun von Quickborn abholen soll oder besser ihr Vater aus Hannover und wie sie morgen nach Hause kommen soll.
Nachtrag: Ich sehe gerade, dass Yvonne auch schon gebloggt hat. Inzwischen hat der ADAC auch den Ersatzreifen (von dessen Existenz wir bis jetzt noch nichts wussten) aufgezogen und Yvonne setzt ihre Fahrt nach Hannover fort.
Samstag, 06.03.2010, 14:07
Finnley ist 3 Jahre, 4 Monate alt
1 Jahr, 6 Monate bis zu Jaspers Geburt





























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